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Freiwilligen-Kolonne ist "einzigartig"

Sämtliche Nachtdienste in der Landeshauptstadt ehrenamtlich besetzt

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Rund 500 Salzburgerinnen und Salzburger sind bei der Freiwilligen-Kolonne des Roten Kreuzes in der Stadt Salzburg dabei.

Mit einer Reihe an Veranstaltungen wird heute, Freitag, der zweiten Salzburger Freiwilligentag begangen. Eine besondere Rolle tragen die Freiwilligen auch beim Roten Kreuz in der Stadt Salzburg. Deren Engagement nimmt nämlich eine herausragende Rolle ein – und das österreichweit.

Salzburg

Rund 500 ehrenamtliche Rettungssanitäter zählt das Rote Kreuz in der Stadt Salzburg. Und diese 500 Freiwilligen sorgen dafür, dass jeder Nacht- Feiertags- und Wochenenddienst besetzt ist. Aufgeteilt in insgesamt elf Züge, bedeutet das für einen Freiwilligen alle elf Nächte einen Dienst.

"Unser System funktioniert"

„Dieses System ist einzigartig und funktioniert seit vielen Jahren sehr gut. Darauf sind wir schon sehr stolz“, sagt der Kolonnenkommandant der „Freiwilligen Kolonne Salzburg Stadt“, Martin Huber, im Interview mit SALZBURG24. Der Dienstplan werde gleich für ein ganzes Jahr im voraus geschrieben, so könne sich jeder im Vorfeld auf seine Schichten einstellen. Die rund 40 Kolleginnen und Kollegen eines Zuges bestreiten ihre Dienste stets gemeinsam. „Das fördert zum einen die Kameradschaft und hat zum anderen schon viele enge Freundschaften gebracht“, so der 54-Jährige, der sich bereits seit 1983 beim Roten Kreuz engagiert und seit 17 Jahren die Funktion des Kolonnenkommandanten innehat.

RK, Martin Huber Salzburg.jpg Rotes Kreuz Salzburg
Martin Huber, Kolonnenkommandant der „Freiwilligen Kolonne Salzburg Stadt“.

Freiwillige im Schnitt Anfang 20

Das Durchschnittsalter „seiner“ Rettungssanitäter liege zwischen 23 und 24 Jahren. „Das ist vor allem bei Studierenden eine Herausforderung, weil wir die oft nach drei bis vier Jahren wieder verlieren“, sagt Huber. Man versuche schon, die Leute so lange wie möglich beim Roten Kreuz zu halten.

"Möchte etwas zurückgeben"

Seit rund zwölf Jahren ist die 29-jährige Barbara Haggenmüller aus Elsbethen schon beim Roten Kreuz in der Stadt Salzburg als Freiwillige dabei. „Für mich ist es wichtig, mich ehrenamtlich zu engagieren, weil es mir gut geht und ich der Gesellschaft so etwas zurückgeben möchte“, sagt sie im S24-Gespräch. Zum Rote Kreuz durch ihren Vater, der sich ebenso viele Jahre engagierte. „Mittlerweile ist er aber in Rot-Kreuz-Pension“, lacht Haggenmüller. Die 29-Jährige ist Teil des Zugs 6 und sieht sich auch die nächsten Jahre bei der Kolonne.

RK, Barbara Haggemüller Rotes Kreuz Salzburg
Barbara Haggemüller ist seit zwölf Jahen beim Roten Keuz.

Rotes Kreuz sucht Freiwillige

Das Rote Kreuz Salzburg zählt im gesamten Bundesland übrigens 4.500 Freiwillige. Sie leisten jedes Jahr über eine Million Stunden, ehrenamtlich – ohne Bezahlung. Aufgrund des wachsenden Bedarfs sucht die Einsatzorganisation verstärkt nach Freiwilligen in folgenden Bereichen:

  • Rettungsdienst
  • Patientenfahrdienst
  • Besuchsdienst
  • Katastrophenhilfsdienst
  • Jugendrotkreuz
  • Lesepaten
  • Doku-Team

Hier könnt ihr euch bewerben:

  • Alle Informationen: www.passende-jacke.at
  • per E-Mail an freiwillig@s.roteskreuz.at.
  • Per Telefon: 0662-8144-10333Die Anfragen werden an die zuständigen Bereiche weitergeleitet, die sich dann mit dem Interessenten in Verbindung setzen und ein persönliches Gespräch vereinbaren. Zur freiwilligen Tätigkeit in der Stadt Salzburg gibt es am 28. Mai um 18 Uhr auch einen Infoabend beim Landesverband (Sterneckstraße 32, 5020 Salzburg).
(Quelle: SALZBURG24)

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