Jetzt Live
Startseite Stadt
Stadt

"Ruhige Nacht": Nur wenige Flüchtlinge erreichen Salzburger Hauptbahnhof

Nachdem die ungarische Polizei am Dienstagvormittag Flüchtlinge aus dem Gebäude des Budapester Bahnhofs Keleti vertrieben hat, erreichten Dienstagabend nur wenige die Bahnhöfe in Wien, Linz und Salzburg. Die Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität riss dennoch nicht ab.

Am Wiener Westbahnhof trafen insgesamt drei Züge aus Budapest Keleti zwischen 18.12 und 21.12 Uhr ein. Dutzende Helfer waren auf den Bahnsteigen, um Flüchtlinge zu mit Getränken und Lebensmitteln zu versorgen. Auch in Salzburg standen Freiwillige und Kräfte des Roten Kreuzes bereit. Doch die Nacht verlief im Gegensatz zu Montag relativ ruhig. Nur rund 150 Menschen kamen ab Dienstagnachmittag an den österreichischen Bahnhöfen an.

Update: Gut gerüstet - aktuelle Info: heute nicht mehr so viele Ankünfte wie gestern - Spenden bitte erst morgen wieder,...

Posted by Flüchtlinge - Willkommen in Salzburg on Dienstag, 1. September 2015

+++ ACHTUNG: WICHTIGE INFORMATION ZUR AKTUELLEN SITUATION AM SALZBURGER HAUPTBAHNHOF +++ Wie ihr sicherlich aus den...

Posted by Caritas Salzburg on Dienstag, 1. September 2015

 

+++ Zur derzeitigen Lage an Österreichs Bahnhöfen +++Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen: Wir tun...

Posted by Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) on Dienstag, 1. September 2015

"Es ist unglaublich wie viele Menschen helfen. Sie zeigen, wie groß die Solidarität ist und dass es eine Schubumkehr gibt: Hier wird bewiesen, dass rasche und unbürokratische Hilfe funktionieren kann", beschrieb Caritas Generalsekretär Klaus Schwertner den "Ort der Menschlichkeit".

Demonstrationen am Budapester Bahnhof

Am Budapester Ostbahnhof haben am Abend indes Flüchtlinge demonstriert, schreibt die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Grund der Protestaktion war die Verbannung der Migranten aus dem Bahnhofsgebäude seit Dienstagfrüh. Während sie am Montag noch Züge in den Westen besteigen konnten, wurden sie am Dienstag von der Polizei aus dem Bahnhof gedrängt. Selbst Flüchtlinge mit gültigen Fahrscheinen durften nicht reisen.

Tausende Flüchtlinge haben Mittwoch früh weiterhin die Transitzone vor dem Budapester Ostbahnhof bevölkert. Das Chaos wird immer größer, kritisierten Mitarbeiter der Hilfsorganisation Migration Aid. Menschen schliefen demnach auf dem Boden. Ihre Versorgung sei nicht gesichert.

Auch Mittwoch demonstrierten Flüchtlinge in Budapest für ihre Weiterreise. In einem Sitzstreik vor dem Bahnhofsgebäude forderten einige der Menschen die Möglichkeit zur Weiterreise. Skandiert wurden nach Medienberichten die Parolen "Hungary no! Germany yes!". Aus der Aussendung der ungarischen Polizei vom Dienstagabend geht hervor, dass es vorerst keine Weiterreise für Migranten geben werde. Auch sollen die Polizeikräfte am Ostbahnhof durch Mitglieder der örtlichen Bürgerwehr verstärkt werden, da sich die Zahl der Migranten drastisch erhöht hätte.

(SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.04.2021 um 07:03 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/ruhige-nacht-nur-wenige-fluechtlinge-erreichen-salzburger-hauptbahnhof-48250405

Kommentare

Mehr zum Thema