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Kein Flug für Rollstuhltänzer

Politik fordert Geld von Ryanair zurück

Auinger: "Thema ist nicht vom Tisch"

Rollstuhltanzen, Flughafen WheelChairDancers Salzburg
Salzburgs Rollstuhltanz-Team durfte nicht nach London abheben.

Verzweifelt und frustriert mussten am Freitag elf Sportlerinnen und Sportler der Salzburger Rollstuhltänzer am Boden bleiben. Trotz gültiger Bordkarten wurde ihnen der Flug zu den British Open Championships nach London verweigert. Nun schaltet sich die Politik ein und fordert von der Fluglinie Ryanair die entstandenen Kosten zurück.

Salzburg

Trotz mehrfacher schriftlich und telefonisch bestätigter Anmeldung verweigerte Ryanair die Mitnahme von sieben Rollstuhl-Sportlern. Plötzlich hieß es, dass nur sechs Personen mit Rollstuhl mitgenommen werden könnten und es zu wenig Begleitpersonal gebe. Ein Sportler bzw. eine Sportlerin hätte nicht mitfliegen dürfen. "Wir haben uns deshalb entschieden, dass wir alle daheim bleiben", schildert Trainerin Kerstin Govekar gegenüber SALZBURG24 enttäuscht. Insgesamt seien somit rund 4.000 Euro der WheelChairDancers Salzburg in den Wind geblasen worden.

Politik sichert Rollstuhltänzern Hilfe zu

Die Causa ruft nun Salzburgs Politik auf den Plan: „Ich fasse es nicht, das geht einfach nicht!“, ärgert sich Sozialstadträtin Anja Hagenauer (SPÖ). „Wenn schon im Vorfeld die Situation per Email im Detail beschrieben und mehrfach nachgefragt wird, da ist es wohl nicht zu viel verlangt, dass jemand genaue Angaben macht, wie viele Passagiere mit Rollstuhl und erforderliche Begleitpersonen in einem Flieger mitgenommen werden können.“

Die Sportlerinnen und Sportler verpassten so nicht nur ein wichtiges Turnier, sondern blieben auch auf den Kosten von 4.000 Euro sitzen. Gemeinsam mit Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger (SPÖ) hat Hagenauer eine Überbrückungshilfe der entstandenen Kosten vereinbart.

Ryanair drohen Konsequenzen

Für die Billigfluglinie Ryanair soll der Vorfall ein Nachspiel haben, geht es nach Auinger: „Wir können und werden in einem ersten Schritt den finanziellen Schaden überbrücken, der den Verein arg belasten würde. Wir warten jetzt auf eine erste Reaktion von Ryanair. Das Thema ist für uns nicht vom Tisch. Ryanair muss die Kosten übernehmen.“

(Quelle: SALZBURG24)

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