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Wohin mit 650.000 Euro?

Großes Ringen um Flutlicht-"Kuchen"

Favorit kristallisiert sich heraus

SAK 1914 SALZBURG24/Wurzer
Anstatt in eine neue Flutlicht-Analge beim SAK 1914 zu investieren, hat die Salzburger Stadtpolitik andere Vorschläge parat.

Der SAK musste am Freitag einen schweren Schlag verdauen. Nachdem nun offiziell feststeht, dass der Stadtklub nicht in die 2. Liga aufsteigt und somit auch die 650.000-Euro-Förderung für das Flutlicht nicht in Anspruch nehmen wird, hat die Salzburger Stadtpolitik Vorschläge, wofür die finanziellen Mitteln verwendet werden sollen. Mit der Eishalle im Salzburger Volksgarten kristallisiert sich ein Favorit heraus.

Salzburg

Das Ende vom Abenteuer Profi-Fußball beim ältesten Sportklub Salzburgs zeichnete sich seit Wochen ab und wurde am Freitag endgültig Realität. Der SAK 1914 wird definitiv nicht in die 2. Liga aufsteigen. Die erste Folge ist der im Sommer anstehende Sponsor-Rückzug von Geldgeber und Präsident Christian Schwaiger. Zudem werden die 650.000 Euro, die für eine Erneuerung der Flutlichtanlage vorgesehen waren, nicht am Standort Nonntal investiert.

SPÖ und ÖVP schlagen Eishalle vor

Das veranlasste Salzburgs Lokalpolitiker am Wochenende zur Ideensammlung. Was soll nun mit mehr als einer halben Million Euro passieren? "Bernhard Auinger wird sich darum bemühen, dass dieses vorgesehene Geld für andere Infrastruktur-Projekte im Bereich des Sports verwendet wird", erklärte Christian Hacker, Büroleiter der Salzburger SPÖ bereits am Mittwoch im Gespräch mit SALZBURG24.

Bürgermeister und Finanzreferent Harald Preuner (ÖVP) spricht sich auf S24-Anfrage für eine Investition in die Sport-Infrastruktur aus: "Die Mittel waren grundsätzlich dafür vorgesehen und wir haben bei der Eishalle im Volksgarten ein Projekt, wo wir das Geld sinnvoll einsetzen können." Ein gemeinsames Treffen mit Auinger für kommende Woche wurde bereits abseits der Entwicklungen beim SAK 1914 fixiert.

Das sitzt! Dem SAK 1914 - Salzburgs ältester Fußball-Verein stehen turbulente Zeiten bevor. ????

Gepostet von SALZBURG24 am Freitag, 17. Januar 2020

Mit Flutlicht-Geld soll Jugend gefördert werden

Neos-Gemeinderätin Nevin Öztürk schlägt vor, dass budgetierte Geld dem Breitensport zur Verfügung zu stellen. "Innerhalb von fünf Jahren erlebt die SPÖ ihr zweites Flutlicht-Waterloo. Mit dem Geld könnten viele Projekte, insbesondere im Jugendsport, realisiert werden." Einen entsprechenden Antrag zur Zweckwidmung der 650.000 Euro für den städtischen Breitensport werde sie in der nächsten Gemeinderatssitzung einbringen. Den selben Wunsch äußert auch KPÖ-Gemeinderat Michael Dankl: "Nachdem das Profifußball-Abenteuer gefloppt ist, sollte sich die Stadt auf ihre Kernaufgabe besinnen und die Nachwuchsförderung verbessern."

 

Bürgerliste will Klimafonds aufpolieren

Bürgerlisten-Klubobfrau Inge Haller hat eine ganz andere Idee und fordert, dass der derzeit mit 300.000 Euro dotierte Klimaschutz-Fonds der Stadt auf knapp eine Million Euro aufgestockt werden soll: "Denn Vizebürgermeister Bernhard Auinger trägt die Verantwortung für die budgetpolitische Fehlentscheidung." Preuner hält von der "Überschriften-Politk" Hallers wenig und kritisiert die Klubobfrau. "Die Bürgerliste hat dem Budgetplan nicht zugestimmt und will nun ohne konkrete Ideen das Geld für den Klimaschutz investieren." Sollten konkrete Projekte, die "Sinn machen und das Klima schützen" präsentiert werden, könne man darüber sprechen.

Favorit bleibt dennoch die Investition in die Eishalle. "Das betrifft ja auch den Breitensport", fügte Salzburgs Bürgermeister an.

Das Büro von FPÖ-Klubobmann Andreas Reindl war für SALZBURG24 am Montagvormittag nicht zu erreichen.

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(Quelle: SALZBURG24)

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