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Salzburg AG legt Konzept zur Lösung der Öffi-Krise vor

Die Museumsbusse mussten im normalen Betrieb einspringen. Neumayr
Die Museumsbusse mussten im normalen Betrieb einspringen.

Die Salzburg AG stand zuletzt in der Kritik. Der Grund: Museumsreife Obusse kurvten durch Salzburg, da zu viele Busse in der Werkstatt waren. Zudem klagen Obusfahrer über die Arbeitsbedingungen, neue Fahrer werden verzweifelt gesucht. Am Montag gab Geschäftsführer Leonhard Schitter bekannt, wie man die Probleme in den Griff bekommen möchte.

Um den Engpässen im Obusbetrieb entgegenzuwirken will Schitter Sofortmaßnahmen setzen: "Wir investieren breitflächig in das Obussystem, dazu gehören die Anschaffung von vier weiteren Obussen im Jahr 2019." Damit werden 2019 insgesamt 15 neue Obusse angeschafft werden. Zusätzlich will man die Planstellen im Fahrbetrieb von 274 auf 280 aufstocken, erklärt Schitter in einer Aussendung.

Beruf Obuslenker soll attraktiver werden

"Die Suche nach geeigneten Spezialisten gestaltet sich auch im Sektor des Öffentlichen Verkehrs schwierig. Wir müssen daher das Berufsbild Obuslenker gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktiver gestalten", betont Schitter. Maßnahmen dafür können, neben einer bestehenden Recruitingoffensive auch optimierte Turnus- und Fahrpläne sowie angepasste Arbeitszeiten sein, heißt es weiter.

Neue Rollenaufteilung in Salzburg AG

Auch abseits der Obus-Misere soll sich in der Salzburg AG einiges verändern. "Insbesondere die Rollenaufteilung bei Planung, Finanzierung, Bestellung, Qualitätsbeurteilung und Leistungserbringung zwischen Stadt, Land, SVV und Salzburg AG muss neu gedacht werden", sagt Aufsichtsrat-Vorsitzender Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Damit wurde Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) beauftragt.

Externe Prüfer zugelassen

Zusätzlich dazu sollen Prüfer von außen zugelassen werden. Der TÜV SÜD wird mit der Prüfung der Obusse und der Obusinfrastruktur beauftragt. Die technischen Überprüfungen der Gleisanlagen der Lokalbahn übernimmt ebenfalls der TÜV. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG wird außerdem die behördlichen Genehmigungen, das Einhalten von gesetzlichen Normen und die interne Betriebsorganisation evaluieren.

"Wir wollen von Seiten der Salzburg AG die höchste Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit im Öffentlichen Verkehr. Dafür soll jetzt auch die Expertise der externen Prüfer einfließen", sagt Schitter. Er wird künftig den Verkehrsbereich übernehmen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 12:59 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburg-ag-legt-konzept-zur-loesung-der-oeffi-krise-vor-60360388

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