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"Salzburg privat" sammelt 35.000 Filme

Die Sammlung zeigt Privat-Aufnahmen der Salzburger. Land Salzburg/privat
Die Sammlung zeigt Privat-Aufnahmen der Salzburger.

Mehr als 35.000 Filme mit einer Gesamtlänge von rund 5.000 Stunden, die von 1.752 Personen zur Digitalisierung abgegeben wurden: Das ist die Bilanz der Sammelaktion "Salzburg privat". Derzeit wird das analoge Material digitalisiert. Bis Ende Mai 2019 sollte dies abgeschlossen sein. Und das gibt es zu sehen.

Unter dem Titel „Salzburg privat. Wir suchen Ihre alten Filme!“ startete vor 18 Monaten im Bundesland Salzburg ein Aufruf. Gesucht wurden alte Schmalfilme mit privaten Aufnahmen, um dabei zu helfen, historische Alltagskultur wieder zu entdecken und zu erhalten.

Alltagsgeschichte von mehr als 70 Jahren

Die abgegebenen Filme repräsentieren ein breites Spektrum der Kultur- und Zeitgeschichte Salzburgs aus einem Zeitraum von mehr als 70 Jahren. Viele dieser Filme dokumentieren den Alltag der urbanen und ländlichen Lebenswelten, vielfach sind die nun gesicherten Filme die einzigen filmischen Zeugnisse bestimmter Regionen. Zu den Highlights zählen auch die während der NS-Zeit entstandenen Aufnahmen, die bisher nicht bekannte Salzburg-Bilder von 1939 bis 1945 zeigen.

Urlaub in Jesolo gehört für viele Salzburger wohl auch jetzt noch im Sommer dazu. Foto: Land Salzburg/Privat Salzburg24
Urlaub in Jesolo gehört für viele Salzburger wohl auch jetzt noch im Sommer dazu. Foto: Land Salzburg/Privat
Urlaub in Jesolo gehört für viele Salzburger wohl auch jetzt noch im Sommer dazu. Foto: Land Salzburg/Privat

Aktion hat alle Erwartungen übertroffen

Ernst Kieninger, Leiter vom Filmarchiv Austria, betont: „Dieses vom Filmarchiv Austria in Kooperation mit dem Land Salzburg und den öffentlichen Bibliotheken initiierte Vorhaben hat alle Erwartungen übertroffen. Wir haben Amateurfilme mit einer Gesamtlänge von rund 5.000 Stunden zu Digitalisierung bekommen. Seither werden diese teilweise einmaligen Zeugnisse der Alltagskultur von einem Team von Spezialisten des Filmarchivs digitalisiert und auf DVD überspielt.“

Das Gelingen der Aktion ist einerseits dem Netzwerk an Abgabestellen im gesamten Bundesland zu verdanken: Mehr als 60 öffentliche Bibliotheken in den Salzburger Gemeinden sowie das Salzburg Museum und die Robert-Jungk-Bibliothek in der Landeshauptstadt haben eine perfekte Infrastruktur für diese Sammelaktion geboten. Auch international wurde „Salzburg privat“ wahrgenommen, die jüngste Ausgabe der Hamburger Zeitung "Die Zeit" widmet dem Suchaufruf einen ausführlichen Bericht.

Salzburger Filmkulturerbe gesichert

„Mit ‚Salzburg privat‘ konnte ein Leuchtturm-Kulturprojekt der Regionen umgesetzt werden, das in nachhaltiger Form einen bisher unbekannten Teil des Salzburger Filmkulturerbes gesichert hat“, ist sich Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) sicher. Die gesamte Digitalisierung soll bis Ende Mai 2019 abgeschlossen sein. Die Einreicher bekommen dann ihre Amateurfilme digitalisiert auf einer DVD zurück. Derzeit werden auch nachfolgende Projekte zur Erschließung, Verfügbarmachung und Nutzung im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich ausgearbeitet.

Aufgerufen am 11.12.2018 um 11:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburg-privat-sammelt-35-000-filme-60243199

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