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Salzburg zur Fairtrade-Stadt ernannt

Salzburg darf sich nun offiziell in die Rige der Fairtrade-Städte einreihen. Stadt Salzburg/Killer
Salzburg darf sich nun offiziell in die Rige der Fairtrade-Städte einreihen.

Salzburg setzt auf fairen Handel. In städtischen Kindergarten, Schulen und Seniorenheimen sowie auch bei Gemeinderats-Gremien wird Fairtrade-Schoko gegessen und Fairtrade-Kaffee getrunken. Am Donnerstag wurde die Stadt offiziell zur Fairtrade-Stadt ernannt.

Bei einem Festakt in der Säulenhalle des Rathauses überreichte Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade-Österreich am Donnerstagabend Vizebürgermeisterin Christine Homola die Ernennungsurkunde Salzburgs zur Fairtrade-Stadt.

Stolz auf Fairtrade-Stadt

„Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und sehen sie als Auftrag den fairen Handel weiter zu fördern. Denn Fairtrade-Projekte setzen an den Ursachen von Not und Elend an und unterstützen eine glaubwürdige Entwicklungszusammenarbeit", sagte Homola.

Die Fairtrade-Produkte, von Kaffee über Kakao und Tee bis hin zu Zucker, Obst oder Müsliriegel, kommen in der Stadt Salzburg in Kindergärten, Seniorenheimen oder bei Sitzungen der gemeinderätlichen Gremien zum Einsatz. Die Stadt hatte im Herbst 2012 eine entsprechende Resolution beschlossen. Nun gehe es darum, „den Gedanken in alle Schichten der Stadt zu tragen", meinte Homola.

Fairtrade ist keine Marke
Landesrätin Martina Berthold betonte, auch das Land Salzburg haben schon 2002 Kriterien des fairen Handels in seine Beschaffung integriert. Denn: „Fairtrade ist keine Marke, sondern eine Lebenshaltung. Ich gratuliere der Stadt. Das Land wird ihrem Beispiel folgen und verstärkt faire Produkte kaufen."

Wiege des fairen Handels in Salzburg

Gerd Haslinger (EZA) erinnerte daran, dass in Salzburg 1975 die „Wiege des fairen Handels" stand. Damals wurden EZA und erster „Weltladen" in der Mozartstadt gegründet. Auch der spätere Schulterschluss zwischen biologisch und fair habe hier stattgefunden.

Und Fairtrade-Chef Kirner ergänzte, dass es der Handelsriese Spar, mit Hauptsitz in Salzburg, gewesen sei, der erstmals fair gehandelte Bananen auf einen Massenmarkt gebracht habe. Kirner: „Es geht dabei nicht um Almosen, sondern um eine gerechte Bezahlung und damit eine besser Zukunft für die Produzenten." Auch man selbst kann einen wichtigen Beitrag zu einem gerechter Handel leisten, indem Produkte gekauft werden, die unter fairen Bedingungen hergestellt werden – ohne ausbeuterische Kinderarbeit, unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, mit gerechten Preisen und Löhnen.

In einer Reihe mit London und Rom

Nach Graz ist Salzburg nun die zweite Landeshauptstadt Österreichs, die sich Fairtrade-Stadt nennen darf. Sie steht damit in einer Reihe mit Großstädten wie London, Rom, Oslo oder Kopenhagen. In Salzburg gehören auch Hallein (Tennengau) und Oberndorf (Flachgau) dazu. Das internationale Netzwerk umfasst mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder in 22 Ländern, die alle durch ihr Engagement einen gerechteren Welthandel unterstützen.

 

(Quelle: S24)

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