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Salzburger Ärztekammer-Wahl bringt kaum Verschiebungen

Über 3.000 Ärzte in Salzburg waren wahlberechtigt. (Symbolbild) APA/Helmut Fohringer
Über 3.000 Ärzte in Salzburg waren wahlberechtigt. (Symbolbild)

Nach einem ruhigen Wahlkampf ging am Freitag die Wahl der Standesvertretung der Salzburger Ärzte ohne große Umwälzungen zu Ende. Die Liste des amtierenden Präsidenten der Salzburger Ärztekammer, Karl Forstner, die nur in der Kurie der angestellten Ärzte kandidiert hatte, konnte ein Mandat zulegen und kommt in der Vollversammlung nun auf neun der 31 Sitze.

Die "Vereinten Ärzte Salzburg" (VAS) erzielten in der Kurie der angestellten Ärzte vier und in der Kurie der niedergelassenen Ärzte sieben Mandate. Sie stellen wie bisher elf Sitze in der Vollversammlung. Die "WGS - Wahlgemeinschaft Spitalsärzte - Liste Forstner" und die VAS haben bisher eine Koalition in der Standesvertretung gebildet. Auf zehn Mandate - jeweils fünf Sitze in den beiden Kurien - kam die Wahlplattform "DU HAST DIE WAHL!ärzte" & "FREIE Ärztinnen/Ärzte". Bei der letzten Wahl 2012 waren die Listen getrennt angetreten. Die Liste "Leistung und Verantwortung, überparteiliche Liste leitender Krankenhausärzte" erreichte - wie bei der letzten Wahl 2012 - ein Mandat.

Über 3.000 Ärzte in Salzburg wahlberechtigt

Insgesamt waren in Salzburg 3.038 Mediziner wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 57,11 Prozent. Das ist um drei Prozentpunkte mehr als 2012.

Die gestiegene Wahlbeteiligung sei eine Anerkennung für die Standespolitik, sagte Forstner im Gespräch mit der APA. Er freue sich über den Zugewinn seiner Liste und sieht darin eine Bestätigung seines Kurses. Gemeinsam mit dem bisherigen Koalitionspartner VAS habe man eine Zwei-Drittel-Mehrheit in der Vollversammlung. Forstner wird sich bei der konstituierenden Sitzung der neuen Standesvertretung am 11. Mai wieder um das Amt des Präsidenten der Salzburger Ärztekammer bewerben. Auch eine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer kann sich Forstner vorstellen. "Man muss abwarten, welche Personen nach den Wahlen in den neun Bundesländern zur Verfügung stehen", sagte Forstner. Er schließe einen Salzburger Präsidenten nicht aus.

31 Mandate bei Ärztekammer-Wahl vergeben

Erstmals war in Salzburg nicht nur in den Kurien der angestellten bzw. niedergelassenen Ärzte, sondern auch in vier Sektionen gewählt worden. Das ist laut Ärztegesetz notwendig geworden, weil es mehr als 3.000 wahlberechtigte Ärzte im Bundesland gibt. Die insgesamt 31 Mandate wurden in der Sektion der zur selbstständigen Berufsausübung berechtigen Ärzte (13 Mandate), in der Sektion der Turnusärzte (sechs Mandate), der Sektion der niedergelassenen Ärzte für Allgemeinmedizin (sechs Mandate) und der Sektion der niedergelassenen Fachärzte (sechs Mandate) vergeben.

(APA)

(Quelle: S24)

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