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Festspiel-Klassiker

Jedermann heuer kostenlos im Public Viewing

Siemens Festspielnächte mit kostenlosen Platzkarten

Jedermann APA/BARBARA GINDL
Der Jedermann wird heuer bei den Siemens Festspielnächsten gezeigt.

Ein Jedermann-Marathon mit insgesamt vier verschiedenen Produktionen am 22. August ist einer der Höhepunkte der diesjährigen Siemens Festspielnächte auf dem Kapitelplatz in Salzburg. Das kostenlose Klassik-Open Air findet heuer vom 1. bis 30. August mit einem durch Corona bedingten Sicherheitskonzept statt.

Salzburg

Das "größte Public Viewing der Welt" wäre in einem Jahr besonders wichtig, in dem durch das reduzierte Programm nicht alle Interessierten Vorstellungen besuchen könnten, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Freitagabend bei einem Mediengespräch. Historische und aktuelle Festspielproduktionen – beispielsweise die Liveübertragungen der heurigen Opernproduktionen "Elektra" und "Cosi fan tutte" – gehören ebenso zum Programm wie der Jedermann-Marathon mit den Inszenierungen aus den Jahren 2000, 2004, 2010 und 2020.

Siemens Festspielnächte finden statt

Veranstaltet werden die Siemens Festspielnächte von den Salzburger Festspielen, Siemens Österreich, Unitel und dem ORF Salzburg. Man könne nur entspannt genießen, wenn man sich sicher fühle, erläuterte Christoph Takacs, Landesdirektor ORF Salzburg, das Sicherheitskonzept für den Kapitelplatz. Das Public Viewing ist gratis, Besucher müssen sich aber vorher für ein Ticket online registrieren. In den Veranstaltungsbereich darf man nur mit dieser Karte. Statt der normalerweise 1.000 Sitzplätze gibt es heuer nur 500. Die Stühle sind fix verschraubt, damit die nötigen Abstände gewahrt bleiben. Technisch wurde aufgerüstet: Ein neues Soundsystem mit Raumsimulation soll eine einzigartige Akustik am Kapitelplatz ermöglichen.

Es sei ein Zeichen für die Kultur in der Welt, dass die Salzburger Festspiele trotz Corona stattfinden. "Das ist ein Signal, das in die Welt ausstrahlt", sagte ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz. Es freue ihn, dass der ORF zum Stattfinden der Siemens Festspielnächte beitragen könne, meinte Wrabetz.

Geschichte der Salzburger Festspiele als Doku

Aus dem Nähkästchen der Festspielgeschichte geplaudert wird im Dokumentarspielfilm "Das Große Welttheater - Salzburg und seine Festspiele", der am Freitagabend in Schloss Leopoldskron - dem Hauptschauplatz des Films - in Salzburg erstmals präsentiert wurde.

Filmemacherin Beate Thalberg, die schon Anna Sacher und ihrem Hotel eine filmische Reverenz erwiesen hat, hat Franz Swatosch, den langjährigen Diener von Festspiel-Mitbegründer Max Reinhardt, als Erzähler in den Mittelpunkt des Films gestellt. Gespielt wird er von Florian Teichtmeister. Seine Darstellung verwebt Thalberg geschickt mit historischen Fotografien, Filmen und Dokumenten. Das Spiel Teichtmeisters und die alten Aufnahmen verschmelzen zu einem Ganzen. Man könnte meinen, Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal oder Helene Thimig sitzen wirklich an der schön gedeckten Tafel im Schloss. Der Diener erzählt dabei rund um echte und fiktive Tischgesellschaften, über die Höhen und Tiefen des weltberühmten Festivals und seine wichtigsten Protagonisten. Schauspieler haben den zu sehenden historischen Protagonisten ihre Stimme für die meist authentischen Zitate geliehen. Der 54-minütige Spielfilm, der bei der Präsentation viel Applaus erhielt, ist eine Koproduktion von ORF, ARTE, G.E.I.E., BR und pre tv. Erstmals gezeigt wird er am 1. August um 20.15 Uhr auf ORF 2.

(Quelle: APA)

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