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Kritik an neuen Sponsoren

"Schmutziges Geld" für Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele, Große Festspielhaus, Hofstallgasse APA/BARBARA GINDL
Die Festspiele begehen im kommenden Jahr ihr 100-Jahr-Jubiläum.

Mit der OMV und der russischen Gazprom kündigten am Freitag zwei Energiekonzerne ein Sponsoring der Salzburger Festspiele an. Während Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler von einem willkommenen Geschenk sprach, kritisieren die Grünen diese Kooperation scharf.

Salzburg

"In Zeiten der sich zuspitzenden Klimakrise ist diese Zusammenarbeit ein falsches Signal", empört sich der Landeshauptmann-Stellvertreter und Landesparteichef der Grünen, Heinrich Schellhorn, in einer Aussendung. Um die Unabhängigkeit und die Glaubwürdigkeit der künstlerischen Arbeit zu schützen, müsse die Wahl der Sponsorengelder auch ethischen Kriterien entsprechen, fordert er. Simon Heilig-Hofbauer, Kultursprecher der Grünen, sprach gar von "schmutzigem Geld". Für den Kultursprecher der Bürgerliste (Grüne in der Stadt Salzburg), Markus Grüner-Musil, "ist hier aber auch die Politik in der Pflicht. Sollten keine Sponsor-Gelder abseits zweifelhafter Konzerne mehr zu lukrieren sein, müssen wir auch über den öffentlichen Finanzierungsbeitrag reden."

 

Salzburger Festspiele erfreut

Ganz anders sieht man die neu geschlossene Kooperation bei den Salzburger Festspielen selbst. Deren Präsidentin, Helga Rabl-Stadler, freute sich in einer Aussendung über ein willkommenes Geschenk zum 100-Jahr-Jubiläum des Festivals. Über die Höhe der Gelder wurde nichts bekanntgegeben.

OMV und Gazprom als Kulturförderer

Für die OMV und die Gazprom ist es nicht das erste gemeinsame Kultur-Engagement. Die beiden Wirtschaftspartner taten sich zuletzt etwa bei der Unterstützung von binationalen Ausstellungen in Österreich und Russland zusammen. 2018 wurden Meisterwerke aus der Eremitage - darunter Rembrandt, van Dyck, Tintoretto und Botticelli - zusammen mit Werken des Kunsthistorischen Museums präsentiert und nebeneinander ausgestellt. Nach der Schau in Wien zog die Ausstellung in die Eremitage in St. Petersburg.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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