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Salzburger Feuerwehren reisen zu Katastrophenübung

Die Feuerwehr schickt ein großes Aufgebot nach Rumänien. Landersfeuerwehrverband Salzburg
Die Feuerwehr schickt ein großes Aufgebot nach Rumänien.

Der Landesfeuerwehrverband Salzburg schickt eine große Delegation zu einer internationalen Übung in Rumänien. Der Salzburger Katastrophenhilfszug vertritt dabei Österreich. Gemeinsam mit Feuerwehrleuten aus zahlreichen anderen Ländern will man dort für den Ernstfall trainieren. Bezahlt wird die Übung von der EU.

67 Männer und Frauen, 20 Fahrzeuge und zehn Anhänger: Mit diesem satten Aufgebot reist der Katastrophenhilfszug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg ins 850 Kilometer entfernte Timisoara in Rumänien, um dort mit zahlreichen anderen Nationen am EU-Modul „High Capacity Pumping“ (HCP) einer Katastrophenschutzübung teilzunehmen.

Unterstützt werden die Salzburger durch zwei Sanitäter des Roten Kreuzes Salzburg und Einheitsteile des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes, heißt es auf der Verbands-Homepage. Gemeinsam vertreten die Florianis dabei Österreich.

Die Einsatzkräfte bei der Vorbereitung./Landesfeuerwehrverband Salzburg Salzburg24
Die Einsatzkräfte bei der Vorbereitung./Landesfeuerwehrverband Salzburg

Übung für Einsatz gegen Fluten und Co

Schwerpunkt der zu bewältigenden Aufgabenstellung ist das Bekämpfen von Überflutungen nach starken Regenfällen, aber auch die Abarbeitung anderer in diesem Rahmen möglicher Einsatzszenarien wie beispielsweise der Umgang mit Gefahrgut, verletzte Personen, Transportaufgaben, Gefährdungseinschätzungen und viele weitere Szenarien, die in einem Katastrophenfall auftreten könnten. In dieser Bandbreite sind von den Einheiten folgende Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und zu trainieren:

  • Interoperabilität der teilnehmenden EU-Module (Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen internationalen, nationalen und lokalen Katastrophenschutzteams)
  • Selbstversorgung in allen Belangen
  • Die Anwendung eigener wie internationaler Verfahren.
  • die Koordinationsfähigkeit im internationalen Kontext mit Organisationen und Lenkungsstrukturen der UN, EU sowie nationalen und lokalen Behörden.
  • Die Lernfähigkeit der eigenen Einheit und Struktur.

Darüber hinaus trägt diese Übung wesentlich dazu bei, die Zusammenarbeit der Landesverbände Salzburg und Niederösterreich im Rahmen einer gemeinsamen EU-Katastrophenhilfs-Modul-Einheit zu erproben.

Jede Nation für ein Hilfsmodul verantwortlich

Internationale Einheiten und Teams aus Deutschland, Schweden, Frankreich, Niederlande, Polen und Norwegen nehmen an der Übung teil. Jedes Land ist dabei für einen gewissen Teilbereich zuständig, berichtet salzburg.orf.at. Das österreichische Team kümmert sich demnach um den Hochwasserschutz. Deutschland ist für die Trinkwasseraufbereitung und technische Hilfe zuständig, Frankreich stellt die Gefahrgutspezialisten. Die Kosten für das heimische Team betragen etwa 20.000 Euro. Bezahlt wird der Übungseinsatz von der Europäischen Union. Hier geht es zum Zeitplan der Übung.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.05.2021 um 11:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburger-feuerwehren-reisen-zu-katastrophenuebung-55362193

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