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Bestnoten im Test

Salzburger Firma beliefert Land mit FFP2-Masken

Nachhaltige und regionale Produktion

Schutzmaske, FFP2, Coronavirus, SB APA/AFP/JOEL SAGET
Die im Gesundheitssystem notwendigen FFP2-Masken werden ab sofort auch in Salzburg hergestellt. (SYMBOLBILD)

Schon während der ersten Corona-Welle war die Verfügbarkeit von FFP2-Masken ein Thema. Nun werden diese direkt in der Stadt Salzburg produziert. Sogar das Land Salzburg hat bereits 100.000 Stück geordert.

Seit zwei Monaten sind die FFP2-Masken des Salzburger Unternehmens „Mundschutz & Hygiene Zentrum“ am Markt. „Die Idee kam uns während des ersten Lockdowns. Wir wollten etwas für Österreich tun, um uns von der Abhängigkeit zu lösen“, erzählt Geschäftsführer Franz Ganser im Gespräch mit SALZBURG24. Abhängig sei man bislang von den Produzenten aus China gewesen, die Knowhow und Maschinen für die Produktion inne hatten. "Europa hat Jahrzehnte lang alles nach China ausgelagert", weiß Ganser.

Produktion nach Österreich verlagern

Daher mussten erst eine Produktionsmaschine und Stoffe für die FFP2-Masken in China gekauft werden. „Wir haben begonnen Rohstoffe in Europa zu suchen, aber leider war nichts verfügbar“, erzählt der 55-Jährige. Mittlerweile sind 60 Prozent der Stoffe aus Europa. Durch gute Kontakte zu österreichischen Stoffproduzenten sei es bald möglich, noch regionaler zu produzieren.

Bestnoten für „Mundschutz & Hygiene Zentrum“

Rasch wurde auch ein Qualitätsmanagement eingerichtet, um die Qualität der Masken direkt nach der Produktion zu überprüfen. „Wir haben nun auch die Zertifikate für den Handel und Bestnoten von den Prüfstellen“, freut sich Ganser.

Land Salzburg ordert 100.000 Masken

Nicht zuletzt deshalb sei die Nachfrage von regionalen Gesundheitseinrichtungen sehr groß. „Die Landesstelle vom Roten Kreuz und das UKH Salzburg haben bereits Masken bestellt“, so Ganser. Besonders freut ihn die Bestellung vom Land Salzburg, das 100.000 Masken geordert hat.

„Erwarte Unterstützung der Politik“

Erst gestern wurde bekannt, dass vom Roten Kreuz im Sommer zehn Millionen möglicherweise fehlerhafte Masken im Ausland bestellt und vom Gesundheitsministerium an die Länder verteilt worden seien. Ab sofort könnten qualitativ hochwertige Masken für das Pflegepersonal aus Salzburg kommen. „Es gab bereits losen Kontakt zum Bund. Man hat Proben angefordert“, erzählt Ganser. „Aber ich erwarte mir mehr Unterstützung der Politik.“ Der Geschäftsmann fordert vom Bund langfristige Rahmenverträge für bessere Planbarkeit.

Salzburger Firma rüstet auf

Diese sei wichtig, da in naher Zukunft eine zweite Produktionsmaschine in Betrieb genommen werden soll. Aktuell produziert das "Mundschutz und Hygiene Zentrum" 20.000 bis 40.000 FFP2-Masken täglich und beschäftigt zehn Mitarbeiter, die zweischichtig arbeiten. Wenn die Kapazitäten erhöht werden, brauche man auch mehr Mitarbeiter für die Produktion in der Salzburger Ziegeleistraße. „Wir sind laufend auf der Suche nach Leuten, die sich einbringen wollen. Jeder kann das lernen“, stellt Ganser Arbeitslosen in Zukunft Jobs in Aussicht.

(Quelle: SALZBURG24)

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