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Salzburger "Organic Warehouse" ist jetzt recycelbar

Das neue "Organic Warehouse" im Europark ist komplett abbaubar. Erdbär
Das neue "Organic Warehouse" im Europark ist komplett abbaubar.

Erst Ende Mai hat das "Organic Warehouse" im Europark eröffnet. Das Salzburger Modelabel "Erdbär" verbindet dort gemeinsam mit dem Restaurant "Green Garden" nachhaltige Mode und Accessoires mit gesundem Essen. Jetzt wurde der Shop erneut umgebaut und ist damit zu 100 Prozent recycelbar. Karton und Holz sollen es möglich machen.

Nachhaltigkeit steht bei "Erdbär" an erster Stelle. Bei ihren Kleidungsstücken klappt das bereits hervorragend, das Label wachse und etabliere sich langsam auch international, schildert Gründer Robert Laner im Gespräch mit SALZBURG24. "In Europa ist das 'Organic Warehouse' das erste seiner Art in einer solchen Lage. Wir haben unser Konzept jetzt weiterentwickelt, um den Grundsatz der Nachhaltigkeit auch nach außen zu transportieren. Deshalb brauchen wir einen abbaubaren Store ", erklärt er die Beweggründe für den Umbau.

Regale aus Karton sind kompostierbar

Gemeinsam mit den Designern der Salzburger Firma "Area" hat man am Aussehen und den Materialen für den Umbau getüftelt. Herausgekommen ist eine Lösung aus Karton. Der Vorteil: Das Material ist flexibel einsetzbar und vor allem biologisch abbaubar. "Künftig kann man das Warehouse im Wald aufbauen und es baut sich ohne zutun von außen selbst ab", versichert Laner.

Laner: "Wollen vorne mit dabei sein"

Stabil werden die einzelnen Kartonplatten durch Waben im Inneren. Die Regale, Verkaufsflächen und auch die Theke, an der im Shop Essen verkauft wird, wurden aus den einzelnen Platten zusammengebaut. Die bisherigen Kleiderstangen sind durch Kartonrohre ersetzt worden. Ergänzt werden die Kartonelemente durch einzelne Details aus Holz. Laner ist sich sicher: "Design im Laden wird immer wichtiger. Wir wollen hier vorne mit dabei sein, aber als Innovation auch die Nachhaltigkeit mit ins Spiel bringen."

Wie schon vor der Eröffnung des Geschäfts wurde auch diesmal wieder Tag und Nacht gearbeitet. Am Samstag hat das Team mit dem Umbau begonnen, seit Dienstag ist der Shop in neuem Design wieder geöffnet.

"Organic Warehouse" polarisiert im Europark

Bisher waren die Reaktionen auf das Geschäftskonzept durchaus positiv. "Wir bekommen schon viele Fragen, oft wissen die Leute nichts über Nachhaltigkeit in der Modewelt", erläutert Laner. Man spüre auch eine gewisse Polarisierung, diese will man mit der Neugestaltung noch verstärken: "Der Store soll die Leute dazu bewegen, sich mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen."

Das "Organic Warehouse" war im Europark als Pop-Up-Store für zwei Monate geplant. Im September hat der Europarkbetreiber SES den Vertrag mit "Erdbär" bis Ende Jänner verlängert. Laner wertet das als gutes Zeichen, will das Team doch gerne an dem Standort bleiben.

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