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Schaufeln, Streuen, Kehren

Diese Pflichten haben Anrainer bei Schneefall

Salzburger Winterdienst für kalte Jahreszeit gewappnet

20170201_PD1489.HR.jpg APA/HERBERT NEUBAUER/Archiv
Nicht nur der Winterdienst ist für den Schnee auf den Straßen verantwortlich, auch Eigentümer von Liegenschaften müssen für Sicherheit sorgen. (SYMBOLBILD)

Um die Straßen in der Stadt Salzburg im Winter freizuhalten, ist auch dieses Jahr wieder ein Team vom Bauhof unterwegs, um zu räumen und zu bestreuen. Doch auch Anrainer haben die Pflicht, an Gehwegen an ihrem Haus für Sicherheit zu sorgen.

Salzburg

Den ersten Schnee des Jahres in tiefen Lagen wird es für die Stadt Salzburg voraussichtlich dieses Wochenende geben. Nicht nur der städtische Winterdienst ist dann für den Schnee auf den Straßen verantwortlich, auch Eigentümer von Liegenschaften müssen laut Straßenverkehrsordnung in der Zeit von 6 bis 22 Uhr für Sicherheit sorgen, teilt die Stadt Salzburg in einer Aussendung mit.

 

Gehsteige freihalten

Neben dem Gehsteig vor dem eigenen Haus muss auch der Gehsteigbereich bei Bushaltestellen entlang der Liegenschaftsgrenze geräumt und Splitt gestreut werden. Gehsteiglose Straßen entlang der Grundgrenze müssen auf einen Meter Breite geräumt und bestreut werden. Bei unbebauten land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen besteht keine Räumpflicht. Streusalz dürfen Privatpersonen und Hausverwaltungen im Sinne der Umwelt nicht nutzen. Bei extremen Wetterlagen kann der Magistrat das Verbot jedoch für begrenzte Zeit aufheben.

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(SYMBOLBILD)

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Schnee nicht auf Straße „entsorgen“

Bei der Räumung privater Parkplätze darf der Schnee nicht auf die Straße „entsorgt“ werden. Das gilt auch bei extremem Schneefall. Wenn ein städtischer Schneepflug Schnee auf einen bereits geräumten Gehsteig schiebt, muss der Gehsteig neuerlich geräumt werden (Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes).

Schneewechten und Eiszapfen auf Dächern zur Straße hin müssen schnellstmöglich entfernt werden. Gefährdete Bereiche müssen abgesperrt werden.

Kein Splitt vor Schneefall

Ist der Weg nach der Räumung rutschig oder eisig, muss Splitt gestreut werden. Vorsorgliches Streuen vor dem Schneefall ist nicht sinnvoll.

Ist im Frühling kein Schneefall mehr zu erwarten, muss der Splitt wieder eingekehrt werden. Kleinere Hausmengen können über den Restmüll entsorgt werden, größere Mengen, etwa von Wohnsiedlungen, übernimmt der Recyclinghof. Die Entsorgung des Splitts auf die Straße oder in den Kanal ist nicht erlaubt.

Salz für Umweltschutz verboten

Aus Gründen des Umweltschutzes gilt in der ganzen Stadt ein grundsätzliches Verbot der Streuung von Salz oder anderen Auftaumitteln. Nur auf Hauptstraßen mit Obus-Linien darf Salz bzw. Sole eingesetzt werden. „Auch heuer ist das Team des städtischen Bauhofs wieder gut auf den Winterbeginn vorbereitet und wird auf den Straßen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden sorgen – egal ob diese zu Fuß, per Rad, im Auto oder mit dem Bus unterwegs sind. Auch die wichtigsten Radachsen werden vom Team des Bauhofes kontrolliert, gestreut und geräumt. Damit ist gewährleistet, dass auch der Winterradverkehr funktioniert“, so Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste).

Schnee-Telefon in Salzburg

Der Winterdienst der Stadt Salzburg ist über das Schnee-Telefon 0662/8072-4616 bzw. unter winterdienst@stadt-salzburg.at erreichbar.

Zwei Frauen und 198 Männer stehen im städtischen Bauhof für den Einsatz auf den winterlichen Straßen bereit. Mit 102 Fahrzeugen und vielen Kleingeräten werden die Straßen geräumt, bestreut und Tonnen von Schnee mit dem Lkw weggebracht. Die Reihenfolge ist dabei wie in den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) festgelegt:

  • Obus-Linien und Hauptstraßen (Bundes- und Landesstraßen) geräumt
  • Fahrrad-Hauptrouten
  • Nebenstraßen, Fußgängerzonen, Bergstrecken (Stadtberge), Geh- und andere Radwege.

Insgesamt 450 Straßen- und über 180 Geh- und Radwegkilometer werden von Eis und Schnee befreit. Die Besetzung der Fahrzeuge erfolgt unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln.

aki_3305.jpg Alexander Killer/Stadt Salzburg
Der Winterdienst der Stadt Salzburg ist in der Regel von 1. November bis 31. März im Einsatz.

Winterdienst "überholt" Witterung

Der Winterdienst des städtischen Bauhofs dauert in der Regel von 1. November bis 31. März. Ob eine kleine Partie oder das ganze Team zum Streudienst oder zur Schneeräumung ausrückt, die Schnelligkeit bleibt in jedem Fall gleich: Nur 20 bis 50 Minuten vergehen vom Anruf bis zum Einsatz. In manchen Fällen wird dabei sogar die Witterung „überholt“. Denn die Temperatur-Messpunkte der ZAMG zeigen auch an, wo es bald rutschig werden dürfte. Diese potenziellen Gefahrenstellen können so präventiv und punktgenau auch durch Streuen mit Sole, einem Salz-Wasser-Gemisch, entschärft werden.

Streusalz nur an Hauptstraßen

2.000 Tonnen Splitt und 1.400 Tonnen Salz sind für den Winterdienst 2021/22 eingelagert. „In der Salzstreuverordnung der Stadt ist der Umgang mit Auftaumitteln sehr genau geregelt. Salz kommt - abgesehen von verordneten Ausnahmen – nur auf Hauptstraßen mit Obus-Linien zum Einsatz. Dank modernster Streutechnik können wir dabei den ohnehin schon sehr reduzierten Einsatz von Salz noch viel effizienter gestalten. Bestens bewährt hat sich die Bestreuung mit Sole. In unserer Soleanlage können wir jederzeit 16.000 Liter produzieren“, erläutert Winterdienst-Leiter Christian Bleibler den Salzeinsatz.

(Quelle: SALZBURG24)

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