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Corona verordnet Pause

Salzburger radeln durch 26 Länder

Weltenradler wollen bald wieder los

In 20 Monaten 28.000 Kilometer durch 26 Länder mit dem Rad fahren: Das war der Plan der Salzburger Angelika Hinteregger und Reinhard Maxbauer. Dann verpasste das Coronavirus ihnen eine Zwangspause. Zurück in der Heimat erzählen sie von ihren Erlebnissen, Zukunftsplänen und warum Radreisen nicht unbedingt fit macht.

Salzburg

Eigentlich wollten die beiden am Montag mit den Rädern zum Interview in die SALZBURG24-Redaktion kommen. Doch es regnete in Strömen. „Unsere Regenausrüstung liegt noch in Singapur“, erklären sie die Abwesenheit der Drahtesel. Durch die weltweite Corona-Pandemie war die Radreise kurz danach in Malaysia zu Ende. Die Heimreise glich einer Odyssee, seit Ende März sind sie wieder in Salzburg.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

This is what we have achieved in the last 20 months and it’s not over yet!! The route took us through 26 countries but we are not tired of exploring beautiful planet earth ???? More than ever we are motivated to reach our final goal New Zealand! Corona forced us to take a break but it has no power to destroy new ideas ???? We will use the upcoming weeks to work on our blog and videos, which is a wonderful way of reliving our daily adventures. And tomorrow morning we will release a new video from cycling the Pamir Highway in Tajikistan! #stayhome #staypositive #staystrong ???? . PS: our detailed route ???? incl. all camp spots can be found on our website. Link in bio! . . . #bikewander #cycletouring #bicycletouring #cyclingtheworld #bicycleadventure #cyclingadventure #bicycletrip #worldbybike #reiselust #radfahren #instacycling #travelbybike #bicycle #bikecamping #worldmap #map #travelgram #humanpoweredadventures #keepitwild #pedalforever #cyclinglove #beautyofcycling #traveldeeper #offthebeatentrack #explortheworld #slowtravel

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Von Salzburg nach Neuseeland mit dem Rad

Während der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt, erinnern sich die zwei an die Anfänge ihres Abenteuers. Kurze, gemeinsame Radreisen haben in ihnen den Plan reifen lassen, um die halbe Welt zu radeln. Warum das Ziel Neuseeland lautet, ist schnell erklärt: „Wenn man von Österreich aus mit einer Nadel durch den Erdball durchstechen würde, kommt man nicht ganz in Neuseeland heraus. Aber fast“, sagt Angelika.

Ein Jahr lang haben sie sich für die Planung ihrer Reise Zeit genommen. Nicht nur, um die Route festzusetzen, sondern auch, um Geld auf die Seite zu legen, Sponsoren zu suchen und zu trainieren. Aber: „Man kann die Vorbereitungen nicht so treffen, dass alles reibungslos abläuft“, geben sie zu Bedenken.

Von Autounfall bis "Deathstalker"-Skorpion

Das haben sie mehrmals am eigenen Leib erlebt. Mal zerfetzt ein Fuchs mitten im Nirgendwo das Zelt, ein anderes Mal fängt man sich eine Grippe ein (Reinhard) oder sogar Flöhe (beide). Auch die Begegnung mit einem besonders giftigen Skorpion war dabei, „der hat den schönen Namen ‚Deathstalker‘“, merkt Reinhard an. Am prägendsten war der Autounfall in Laos.

Wie bleibt man da motiviert? „Bei so großen Rückschlägen braucht es Zeit, um das zu verarbeiten“, erklärt Angelika. Leichter geht das bei kleinen Unstimmigkeiten: „Wenn die Angi schlecht drauf ist, halt ich meinen Mund“, erzählt Reinhard lachend.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Yesterday we told you that things aren’t on our side at the moment...so here is how the story continues. We decided to take a bus to the next town, as Angi was still far from the ability to cycle again. It was supposed to be a 50km bus ride, but after 20 km we had an accident. The slippery road made the bus spinning around and when we hit the ditch (Straßengraben), the car fell over. But we had great luck. None of the passengers had any injuries except me (Angi). My left thigh is bruised and my left hip has a big wound. Reini escaped with a scare only!! Unfortunately, our bicycles got damaged pretty badly. Especially Reinis bike... It’s a long story to tell with so many more details. When time is ready we will write more about it, but for now it’s just important for you to know that we are ok. It’s not the kind of picture we want to end the year with, but we can now only hope that the new year starts better than the last has ended. . . . #sometimeslifehitsyouhard #glückimunglück #happytobealive #laos #laostravel #travellaos #visitlaos #SBGtoNZ #bikewander #cycletouring #bicycletouring #cyclingtheworld #bicycleadventure #cyclingadventure #bicycletrip #worldbybike #radfahren #travelbybike #roadslikethese #bicycle #bikecamping #worldtravelers #travelgram #roamtheplanet #lifeonthetroad #rideloaded #ontheroad #travelcouple #offthebeatentrack

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Angelika: "Alle Menschen sind in erster Linie freundlich"

Positiv überrascht wurden sie vor allem bei Begegnungen mit Menschen vor Ort. „Das Wichtigste, das wir gelernt haben, ist, dass alle Menschen in erster Linie freundlich und dir gegenüber positiv eingestellt sind“, erläutert Angelika. Da mussten sie sich selbst auch öfter an der Nase nehmen und die eigenen Vorurteile überdenken. Vor allem im Iran sei die Gastfreundlichkeit überwältigend gewesen (eine Anekdote dazu erzählen die beiden im Video). Einzig in China fiel es schwer, mit den Leuten in Kontakt zu treten. „Die Kultur ist so komplett konträr zu dem, was wir kennen und die Körpersprache funktioniert nicht mehr“, erklärt Reinhard.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ok, this most crazy story about how far Iranian hospitality can go (talking positively), can be re-watched in our STORY HIGHLIGHT “CrazyIranians”. Most of you have watched it already and we have received so so so many messages from you, because it feels a bit unreal. BUT we promise it happened exactly like this ???? Enjoy it and consider to visit this wonderful country on your own ????❤️ . . Oh, and yes, we hit the 10.000km mark ????????‍♀️????‍♂️????!! . #SBGtoNz #travelinspiration #cyclinglife #worldbybike #fahrradtour #iran #iran_tourism #irantourist #cyclingiran #irantravel #iran_nature #iranphotography #iran_insta_pic #storytime #inspiration #bikewander #biketouring #bicycletouring #cycletouring #reiselust #worldtravelers #travelgram #optoutside #roamtheplanet #lifeonthetroad #weltenbummler #neverstopexploring

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"Man nimmt zu und baut Muskeln ab, das klingt schrecklich"

50 Kilometer haben die Salzburger pro Tag mit dem Rad zurückgelegt. „Womit ich nie gerechnet hätte, ist, dass man während so einer Radreise zunehmen kann. Aber es ist uns beiden erfolgreich gelungen“, sagt Angelika. Und Reinhard fügt hinzu, dass man zwar super-lang Radfahren könne, ansonsten aber Muskeln abbaut. „Man nimmt zu und baut Muskeln ab, das klingt schrecklich. Eher abschreckend“, so die beiden lachend.

Im Februar werden die Räder gepackt

Wieder daheim wird ihnen nicht fad. Eine Auszeit hätten sie sowieso geplant, um die zahlreichen Eindrücke verarbeiten zu können und die Videos und Texte für ihren Blog "Saddle Stories" aufzubereiten. Außerdem nutzen sie die Zwangspause, um das Budget aufzustocken. Im Herbst planen sie Vorträge über ihre Reise zu machen.

Statt vier Monate Pause in Bali steht nun ein Jahr Salzburg auf dem Plan. Denn im Februar wollen sie erneut die Räder bepacken. Die Route führt diesmal über Skandinavien und Russland, auch Japan und Südkorea sowie Australien wollen sie auf dem Weg nach Neuseeland durchradeln.

 

Tipp: "Auf jeden Fall aufbrechen"

Zum Schluss haben die beiden Weltenbummler noch einen Rat für alle Unentschlossenen: „Wenn jemand so eine Reise geplant hat, soll er auf jeden Fall aufbrechen und das versuchen. Die Welt ist viel freundlicher, als man glaubt.“

Ihre Radreise dokumentieren Angelika und Reinhard auf ihren Social Media Kanälen und ihrem Blog. Unter "Saddle Stories" findet ihr alle Details und Video.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 12.07.2020 um 05:42 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburger-wollen-weltreise-mit-fahrrad-im-februar-fortsetzen-89004541

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