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Salzburgs Feuerwehrler leisteten 1,2 Millionen freiwillige Stunden

1,2 Millionen freiwillige Stunden im Jahr 2017, 17.000 Ehrenamtliche in allen Gemeinden, 14.000 Ausrückungen jährlich : Das ist die Freiwillige Feuerwehr in Salzburg. Beim 39. Landestag zog Kommandant Leo Winter Bilanz und blickte in eine fordernde Zukunft.

Lob gab es von Wilfried Haslauer (ÖVP): "Unsere Feuerwehrleute haben eine gar nicht hoch genug zu schätzende Vorbild- und Orientierungsfunktion. Sie können stolz darauf sein und ich hoffe, dass sie an ihren Werten festhalten, es sind die richtigen", sagte der Landeshauptmann, als er bei Liebherr in Bischofshofen 28 verdiente Ehrenamtliche mit dem Verdienstzeichen des Landes ehrte.

Ohne Freiwillige wäre Salzburg "aufgeschmissen"

"Was täten wir ohne die Freiwillige Feuerwehr?" Diese Frage wirft Landeskommandant Leo Winter immer wieder in den Raum. Die Antwort ist leicht: Salzburg wäre - salopp gesagt - aufgeschmissen. "Natürlich kann man die freiwilligen Stunden aufrechnen, was sie der öffentlichen Hand kosten würden, ich habe einen anderen Zugang: Ich sehe die Menschenleben, die wir retten", so Winter, selber seit 40 Jahren Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Das sind auch jene Salzburger Retter, die Haslauer in Bischofshofen mit dem Verdienstzeichen des Landes ehrt. "Um unter anderem die Feuerwehrleute zu unterstützen, arbeiten wir an der neuen Servicestelle Ehrenamt. Sie soll den freiwilligen Organisationen bei alltäglichen, zum Beispiel rechtlichen Fragen helfen, eine Brücke zu den Behörden sein", so Haslauer.

Florianis zukunfts-fit gemacht

In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Florianijünger "fit" für die Zukunft gemacht. Die Novelle des Landesfeuerwehrgesetzes – gültig seit 1. März 2018 - trug einen wesentlichen Teil dazu bei. Wichtige Eckpunkte: Das Pensionsalter wurde von 65 auf 70 angehoben, so kann das umfangreiche Wissen den jungen Kameraden länger helfen, auch die Tageseinsatzbereitschaft ist dadurch leichter zu bewerkstelligen. Auch die rechtlichen Voraussetzungen bei Einsätzen für eine "fremde" Feuerwehr wurden erleichtert, zum Beispiel wenn am Arbeitsort Alarm gegeben wird.

21 Millionen Euro für Digitalfunk

Und: Der neue Digitalfunk hat sich im Pinzgau, Pongau, Lungau und in der Stadt Salzburg bewährt. "Im Tennengau sind wir gerade dabei, ihn zu installieren, der Flachgau wird dann bis zum Sommer abgeschlossen sein", versichert Winter. Die Kosten für das Digitalfunk-Netz von 21 Millionen Euro haben das Land Salzburg (18 Millionen Euro) und der Bund (drei Millionen Euro) übernommen.

Unternehmen "belohnen", Feuerwehrleute wert schätzen

"Retten, löschen, bergen, schützen" werden aber auch in Zukunft nicht die einzigen Herausforderungen bleiben. "Wir wollen die Salzburger motivieren, zur Feuerwehr zu gehen. Junge Leute natürlich, aber auch jene, die so Mitte 30 sind, Familie haben", ist Winter um den Nachwuchs bemüht. Ziel: Die Tageseinsatzbereitschaft garantieren, dabei sollen auch die Betriebe helfen. "Ich denke an steuerliche Vorteile für jene Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für große Einsätze frei stellen", fordert der Landesrettungskommandant und fügt hinzu: "Wenn im Lebenslauf steht, dass jemand bei der Feuerwehr ist, soll das ein Vorteil, kein Nachteil sein."

Daten und Fakten zur Salzburger Feuerwehr:

  • 2017: 1,2 Millionen ehrenamtlich geleistete Stunden
  • Es gibt 10.000 aktive Mitglieder in Salzburg, fast 17.000 gesamt
  • 1.191 Mädchen und Burschen engagieren sich in der Feuerwehrjugend
  • Es gibt 14.000 Ausrückungen jährlich, 2017 waren davon 1.848 Brandeinsätze.
  • Von 1984 bis jetzt wurden rund 80.000 Feuerwehrleute ausgebildet.

Aufgerufen am 17.12.2018 um 06:35 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/salzburgs-feuerwehrler-leisteten-1-2-millionen-freiwillige-stunden-57989851

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