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Salzburgs Frauen haben beim Radhelm noch Nachholbedarf

Eigentlich sind Frauen das sicherheitsbewusstere Geschlecht. Beim Thema „Fahrradhelm“ sieht das in der Stadt Salzburg etwas anders aus: Hier setzen die Männer – wohl auch wegen der pflegeleichteren Frisuren – öfter den Helm auf.

Die „Radlichtaktion“ des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und seiner Partner – AUVA, Arbeiterkammer Salzburg, Magistrat der Stadt Salzburg, ARBÖ, ÖAMTC und Polizei – ist ein fixer Bestandteil des Jahresablaufs in der Stadt Salzburg. Im Frühjahr und Herbst werden Radfahrer an jeweils vier Tagen zu Sicherheitsthemen informiert, mit Reflektoren versorgt und kleinere Mängel am Drahtesel werden gleich vor Ort behoben. Insgesamt kam der angebotene technische Hilfsdienst heuer bei über 150 Rädern zum Einsatz und sorgte mit kleineren Reparaturen für die optimale Verkehrssicherheit der Radfahrer.

Männer tragen häufiger einen Radhelm

Mit besonderer Unterstützung der Arbeiterkammer wurde heuer gleichzeitig die Radhelm-Tragequote unter insgesamt 2.126 Radfahrern erhoben. „Die Auswertungen zeigen, dass zwar jeder vierte Radfahrer, aber nur jede sechste Radfahrerin einen Helm trug“, zitiert Dr. Rainer Kolator, Leiter der KFV-Landesstelle Salzburg, die Ergebnisse. „Erfreulich ist, dass wir bei der zweiten Aktion im Herbst sowohl bei Männern als auch bei Frauen mehr Helme als im Frühjahr gezählt haben – die Überzeugungsarbeit scheint langsam, aber sicher zu wirken.“ Damit setzte sich auch heuer ein Trend fort, der schon seit einigen Jahren zu beobachten ist. Im Jahr 2006 lag die Gesamt-Helmtragequote in der Stadt Salzburg bei lediglich 13 Prozent. Nach fünf Jahren beträgt sie nun rund 21 Prozent.

Bei den Jüngeren sieht es anders aus...

 Interessant ist allerdings, dass unter den ganz jungen Radfahrern wiederum bei den Mädchen die „Helmbewussteren“ zu finden sind. Seit 1. Juni 2011 gilt die Radhelmpflicht für Kinder bis 12 Jahre. Bei den Erhebungen im Rahmen der Herbst-Radlichtaktion trugen alle Mädchen einen Radhelm, die Buben lagen mit einer Tragequote von 81 Prozent hingegen etwas zurück.

Wichtig im Herbst und Winter: Eine ordentliche Beleuchtung

 Insgesamt war bei den Erhebungen im Rahmen der Radlichtaktionen 2011 jeder fünfte Radfahrer (20 Prozent) ohne Licht unterwegs. Gerade jetzt im Winter ist es besonders wichtig, dass das Fahrrad gut in Schuss ist und vor allem die Beleuchtung einwandfrei funktioniert. „Wir haben während der Radlichtaktion bei neueren Fahrrädern festgestellt, dass die Beleuchtungen mit Nabendynamos und LED-Lichtern sehr fehlerempfindlich sind“, sagt Kolator. „Vor allem Kabelschäden können von einem Laien fast nicht behoben werden. Die betroffenen Radfahrer sind dann entweder unbeleuchtet oder mit nicht gesetzeskonformen, alternativen Lichtquellen unterwegs.“

Pedalritter und Kopflampen kein Licht-Ersatz

Meistens greifen die Pedalritter auf Kopflampen oder beleuchtete Helmschilder zurück. Beide Lösungen haben aber zwei wesentliche Nachteile: Erstens sind sie nicht fest mit dem Rad verbunden, so wie es die Straßenverkehrsordnung vorschreibt. Zweitens besteht dabei die Gefahr, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden, weil die Lichter viel höher als vorgesehen angebracht sind. Wichtiger Sicherheitstipp für alle Pedalritter daher: Auch das Fahrrad braucht einen Winter-Check, damit Bremsen und Licht einwandfrei und sicher funktionieren!

(Quelle: S24)

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