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Salzburgs neuer Bürgermeister Preuner will rot-grüne Phalanx brechen

Einen generellen gesellschaftlichen Wandel leitet Preuner von den jüngsten Wahlausgängen nicht ab. APA/Barbara Gindl
Einen generellen gesellschaftlichen Wandel leitet Preuner von den jüngsten Wahlausgängen nicht ab.

Einen Tag nach seinem hauchdünnen Sieg in der Stichwahl hat der neue Salzburger Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) bereits Lust auf mehr bekommen: "Mittelfristig müssen wir danach trachten, dass das bürgerliche Lager so stark wird, dass endlich die rot-grüne Mehrheit gebrochen wird. Es würde der Stadt sehr gut tun, wenn wir diese Phalanx aufbrechen könnten", sagte er am Montag im APA-Interview.

Durch seine persönliche und politische Freundschaft mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer gebe es künftig auf jeden Fall eine wesentlich bessere Gesprächsbasis zwischen Stadt und Land und auch mehr Verständnis füreinander. Auf die Frage, ob ihm bundespolitischer Rückenwind zum Wahlsieg verholfen habe, sagte der neue Bürgermeister: "Ich habe endlich einmal keinen Gegenwind verspürt."

Preuner will mehr Transparenz und Swap-Causa aufklären

Für seine Amtszeit kündigte Preuner deutlich mehr Transparenz als unter seinem Vorgänger an. "Wir werden sicher mehr diskutieren müssen, was grundsätzlich kein Nachteil ist." So seien etwa in der Swap-Causa noch Fragen offen. "Wie ist das wirklich abgelaufen? Der Gemeinderat wurde nicht ordnungsgemäß informiert." Es habe sich ein System entwickelt zwischen Abhängigkeiten und einem extrem autoritären Führungsstil: "Das muss sich aufhören. Ich hoffe, dass das alle endlich kapieren, denn ich möchte in der Politik eine Verwaltung gegenüber haben, die ganz genau weiß, wo die rechtlichen Rahmen liegen, und die die Politik auch darauf aufmerksam macht, was rechtlich noch geht." In den letzten Jahren habe man alles rechtlich irgendwie möglich machen müssen, weil es politisch einfach so gewollt gewesen sei.

Preuner will in der Stadt Einigung bei Verkehrspolitik

Grundsätzlich glaubt Preuner, dass es in der Stadt-Politik "mit dem offenen, transparenten Stil, den wir die vergangenen Wochen (seit er die Geschäfte der Stadt interimistisch führt, Anm.) gepflegt haben, so weitergehen wird, und dann können wir relativ rasch viel außer Streit stellen." Das gelte durchaus auch für die großen Problemstellungen wie etwa die Verkehrspolitik. Hier möchte der neue Stadtchef zunächst die Hausaufgaben im Rathaus selbst erledigen: "Zuerst muss sich einmal die Stadt einig werden, wohin die Reise gehen soll." Erst dann sei es sinnvoll, mit dem Land einen gemeinsamen Kurs zu finden. "Und dann können wir gemeinsam nach Wien fahren."

(APA)

(Quelle: S24)

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