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27-Jähriger nach Salzburger Schlachthof-Brand festgenommen

Verdächtiger laut Polizei teilgeständig

Nach dem verheerenden Großbrand des Schlachthofs in Salzburg-Itzling wurde am Dienstag ein 27-jähriger Mann aus Salzburg festgenommen. Ein Brandsachverständiger geht von Brandstiftung aus.

Salzburg

Zu einem Großbrand kam es am Sonntag in einer Lagerhalle für Kartonagen und Folien im Schlachthof in Salzburg-Itzling an der Grenze zur Flachgauer Gemeinde Bergheim. Rund 120 Einsatzkräfte standen stundenlang im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen.

Schlachthof-Halle einsturzgefährdet

400 Tonnen Fleisch mussten anschließend entsorgt werden. Die ausgebrannte Halle sei derzeit einsturzgefährdet. Unklar bleibt vorerst noch die genaue Schadenshöhe und wann das durch die Flammen zerstörte Lager abgerissen werden kann. Der Schlachtbetrieb wurde vorübergehend gestoppt. Derzeit wird am Standort nur Fleisch zerlegt und verarbeitet.

Ermittlungen gegen 27-Jährigen

Und noch am Dienstag kam es zu einer Festnahme, wie die Salzburger Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen gegenüber S24 bestätigte. Demnach konnte eine verdächtige Person zum Tatzeitpunkt auf Überwachungskameras beobachtet werden. Ermittelt werde wegen Brandstiftung. Wie die Polizei am Mittwoch in einer Pressemitteilung informiert, ist ein 27-jähriger Mann aus Salzburg festgenommen worden. Nach ersten Einvernahmen habe er sich zum Verdacht der Brandstiftung teilgeständig gezeigt. Weitere Vernehmungen und Ermittlungen laufen noch. Nach Abschluss der Erhebungen wird der Beschuldigte in die Justizanstalt Salzburg gebracht, so die Polizei. Welche Handlungen der Mann genau einräumt und ob es sich bei dem Beschuldigten wie kolportiert um einen Mitarbeiter des Betriebs handelt, wollte eine Sprecherin der Polizei zunächst nicht sagen.

Wie ist das Feuer ausgebrochen?

Der Brandsachverständige Walter Kittl gab am gestrigen Dienstag zu Protokoll, dass das Feuer durch Brandstiftung gelegt wurde. Ein technischer Defekt könne demnach "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden". Auch ein Brandmittel-Spürhund stand in der einsturzgefährdeten Halle im Einsatz. Das Tier schlug allerdings nicht an – es dürfte demnach kein Brandbeschleuniger eingesetzt worden sein.

Kittl meinte, dass möglicherweise ein Feuerzeug durch ein offen stehendes Rolltor in die Halle geworfen wurde und dort gelagertes Material wie Kartonagen und Plastikverpackungen entzündet hat. Dem Brandsachverständigen zufolge, hätte das Tor offenbar nicht offen stehen sollen – was aber dazu führte, dass sich der Brand derart rasch ausbreiten konnte.

Wer ist Alpenrind?

Alpenrind ist Teil der OSI Group, ein US-amerikanisches Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitenden. Am Salzburger Standort sind rund 130 eigene Mitarbeitende beschäftigt, weitere 200 Angestellte werden über Leiharbeitsunternehmen beschäftigt. Im Jahr werden fast 82.000 Rinder verarbeitet, der Umsatz betrug 2020 knapp 232 Millionen Euro.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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