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"Sound of Music" statt Barock: Umbruch in Salzburgs Museen-Landschaft

Noch fehlen die Beschlüsse von Landesregierung und Gemeinderat, aber der politische Wille, das Barockmuseum am Salzburger Mirabellplatz aufzulösen und die Bestände dem Salzburg Museum einzugliedern, ist über die Parteigrenzen hinaus eindeutig.

Sowohl der für Museen zuständige LHStv. Wilfried Hauslauer (V) als auch Bürgermeister Heinz Schaden (S) bekannten sich  am Mittwoch, zu einem "Sound of Music"-Museum am Standort des Barockmuseums und zur Neu-Darstellung des Barock in der Altstadt.

Bald eigenes "Sound of Music"-Museum?

Geht es nach Schaden und Haslauer, dann soll das nicht allzu erfolgreiche Barockmuseum aufgelöst, saniert und samt der angeschlossenen Orangerie in ein "Sound of Music"-Museum umgewandelt werden. "Wir lassen die Umbaumöglichkeiten jetzt von der bautechnischen Seite überprüfen und werden die Ergebnisse darstellen", sagte Schaden am Mittwoch. "Die Bestände des Barock Museums sollen ins neue Salzburger Museumsquartier übersiedeln und damit den Weg frei machen für das 'Sound of Music'-Museum am Trapp-Originalstandort, dem Mirabellgarten." Haslauer verwies auf die heikle Rechtslage. "Ein Haus für ein Museum zu finden ist leichter als eine Einigung nach amerikanischem Urheber-Recht." Außerdem sei der Hut, unter den alle verschiedenen Salzburger "Sound of Music"-Pläne gebracht werden müssen, noch "reichlich groß" (Haslauer verwies damit etwa auf die Pläne von LHStv. David Brenner (S), ein "Sound of Music"-Museum auf der Festung Hohensalzburg zu realisieren).

Salzburg: Die Barock-Stadt nördlich der Alpen

"Aber", so Haslauer, "der politisch beschlossene Salzburger Museums-Leitplan sieht vor, die Darstellung des Barock in Salzburg gänzlich neu aufzustellen. Es gibt bedeutende Bestände im Salzburg Museum, in der Residenzgalerie, im Dommuseum und in St. Peter. Wo, wenn nicht in Salzburg, der bedeutendsten Barockstadt nördlich der Alpen, kann und muss es für den Barock eine ausführliche und fundierte Darstellung geben. Dafür ist der geplante Museums-Rundgang um den Domplatz von der Residenzgalerie, den Dom samt Dommuseum, den Langen Gang von St. Peter, die Universität und zurück in die Residenzgalerie ideal." (APA)
(Quelle: S24)

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