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Sound of Music: Trapp-Familie im Salzburg Museum

Am Mittwoch wurde im Salzburg Museum die Sonderschau „Die Trapp Familie – Realität und Sound of Music“ von Museumsdirektor Erich Marx im Beisein vom Enkel der Maria von Trapp und des Baron Georg von Trapp, Johannes von Trapp präsentiert.

„Edelweiss, Edelweiss“ dieses Lied und die Geschichte der Familie Trapp ging im Film Sound of music um die Welt. Der angeblich dritt meist gesehen Film der Welt, der zurzeit ein Salzburg Revival am Landestheater im Musical erlebt, ist weltweit bekannt. Die Ausstellung "Die Trapp-Familie - Realität und 'Sound of Music'" ist in zwei Bereiche gegliedert. Im Obergeschoß des Panoramamuseums ist die Familiengeschichte mit Original-Uniformen, einer Vielzahl von Alltagsgegenständen, Fotos, Musikinstrumenten und Kleidungsstücken dargestellt. Im Untergeschoß geht es um den weltweiten Trapp-Hype mit dem Schwerpunkt 50er Jahre.

Familie Trapp: Original Flöte und Akkordeon ausgestellt

Johannes von Trapp betreibt gemeinsam mit seinen Kindern Kristina Frame von Trapp und Sohn Sam von Trapp eine kleine Brauerei in Vermont und schenkte dem Museum einen Original Tonkrug mit Zinndeckel. „Ich habe das Dirndlkleid von Maria von Trapp gesehen, die Großmutter meines Mannes!“, freute sich Elise von Trapp. Auch Bert Fink, Rechteinhaber des Musicals, war von der Ausstellung begeistert. Weitere Highlights der Sonderschau im Panorama Museum sind die Originaluniform des Barons Georg von Trapp und die Flöte und das Akkordeon der Maria von Trapp.

Welthit "Do-re-mi" in 15 Sprachen

Originelles Detail dieser teilweise interaktiven "Sound of Music"-Ausstellung: Der Welthit "Do-re-mi" von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein ist in 15 Versionen und Sprachen zu hören, darunter hebräisch, isländisch, japanisch, griechisch oder flämisch. Insgesamt präsentiert das Salzburg Museum 180 Gegenstände aus mehreren Sammlungen in Europa und Amerika, viele davon waren noch nie ausgestellt, wie die Kuratoren beteuerten.

Schlechtes Gewissen der Salzburger?

"Einerseits sind es Ungereimtheiten im Film, die dafür verantwortlich sind, dass 'The Sound of Music' so lange in Österreich ignoriert wurde", erläuterte Erich Marx. "Es ist einem Salzburger einfach nicht einzureden, dass gleich hinter dem Untersberg die Schweiz beginnt. Der Hauptgrund für die Ablehnung dürfte aber ein anderer sein: Ich denke, es geht um Scham und das schlechte Gewissen, dass ja auch wir Salzburger Schuld daran waren, dass der zivilcouragierte Baron von Trapp und seine Familie in eine so missliche Lage geraten sind." Auch der für Museen zuständige LHStv. Wilfried Haslauer sagte, die Salzburger hätten sich länger als die Deutschen geweigert, realistisch auf die eigene Geschichte zuschauen und wollten sich diese Zeit nicht "schlecht reden" lassen. Die Schau soll bis Anfang November 2012 geöffnet bleiben. "Die Trapp-Familie sei nicht nur für Touristen, sondern explizit auch für Salzburger Publikum konzipiert", erläuterte Museums-Direktor Erich Marx  bei der Presseführung.
(Quelle: S24)

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