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Stadt plant Eishockey-Stadion: Austria-Sportstätte gescheitert?

Nachdem am Montag konkrete Pläne für ein zweites Eishockey-Stadion veröffentlicht wurden, äußert die Austria Salzburg Kritik.

Die Pläne für ein eigenes Austria-Salzburg Stadion an der Salzach in Liefering - also an gleicher Stelle, die nun für das Eishockey Stadion vorgesehen ist - befinden sich somit in weiter Ferne. Zusätzliche warnten die Violetten in einer Presse-Aussendung vor ähnlichen Missständen, wie sie diese beim Bundesliga-Stadion in Wals sehen. „ Dieses ist um 80 Millionen Euro von öffentlicher Hand gebaut worden, wird nun aber ausschließlich von einem Konzern genutzt und ist für eine Bundesliga überdimensioniert“, ist der Mitteilung von der Austria weitere Kritik zu entnehmen.

Austria Salzburg prangert Sportstätten-Misere an

Weiters wird eine Sportstätten-Misere in Salzburg angeprangert. „Wir haben Verständnis für die Bedürfnisse vieler Eissportler nach ausreichend Eiszeiten, darüber hinaus gibt es aber zahlreiche weitere Sportarten, die mangels geeigneter Infrastruktur in der Stadt Salzburg nur unter fast unerträglichen Bedingungen ausgeübt werden müssen“, prangerte die Austria Salzburg das Missverhältnis an. Handballer, Leichtathleten und eben auch Fußballer leiden unter überlaufenen Sportplätzen, auf denen mehrere Mannschaften gleichzeitig trainieren müssen. „Die Austria Salzburg trainiert mit elf Mannschaften und weit über 200 Fußballern auf insgesamt zwei Plätzen in Maxglan, dass heißt, dass sich oft am späten Nachmittag nach der Schule und vor Einbruch der Dunkelheit bis zu fünf Nachwuchsmannschaften einen Platz teilen müssen“, werden konkrete Zahlen genannt.

Salzburg braucht eine Sportflächenoffensive

Zudem kritisieren die Violetten: „Die jetzt in Rede stehenden Flächen in Liefering  werden seit Jahrzehnten in erster Linie für den Fußballsport, aber auch für Faustball, Tennis, Leichtathletik oder Stockschießen genutzt. Nicht nur die Austria Salzburg benötigt geeignete Sportflächen, die Stadt Salzburg braucht eine Sportstättenoffensive.“

Der Obmann der Austria Salzburg bezieht Stellung

Kritische Worte fand auch Walter Windischbauer, seines Zeichens Obmann der Austria Salzburg. "Wir nehmen zur Kenntnis, dass der Bürgermeister unsere ursprünglichen Pläne für unrealisierbar hält. Wir sind aber in den letzten Monaten  nicht auf der faulen Haut gelegen. Wir haben jedenfalls weitere konkrete Standorte im Auge und haben hinsichtlich der Finanzierung wichtige Fortschritte erzielen können", gibt Windischbauer zu verstehen, dass die Suche nach einer geeigneten Spielplätze nicht aufgegeben ist. Die gesamte Stellungnahme des Obmanns gibt es hier.
(Quelle: S24)

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