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"Stadtindex 2019"

Zeugnistag für die Stadt Salzburg

Alle zwei Jahre fragt die Stadt Salzburg ihre Bürgerinnen und Bürger, wie zufrieden sie mit der Verwaltung und der Stadt im Allgemeinen sind. Wie das Zeugnis 2019 ausgefallen ist, wurde am Montag präsentiert.

Salzburg

Seit 2007 wird die Befragung – genannt Stadtindex – durchgeführt. Heuer haben 500 Salzburgerinnen und Salzburger ab 18 Jahren teilgenommen. Abgefragt wurde via Telefon und online den ganzen Juni über.

Alles in allem zeigt sich Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) bei der Präsentation der Zahlen im Schloss Mirabell zufrieden. Im Vergleich mit der Umfrage 2017 konnte man die guten Noten halten, die Leistungen der Verwaltung werden fast durchgehend mit „Sehr gut“ benotet. Die Auswertungen im Detail findet ihr HIER .

Kinderbetreuung am schlechtesten bewertet

Die Befragten konnten die Dienst- und Serviceleistungen zuerst nach Wichtigkeit reihen und anschließend bewerten. Die Top-Drei ändern sich dabei laut Meinungsforscherin Ernestine Berger, Institut für Grundlagenforschung (IGF), nie. Ganz oben steht das Abfallservice, gefolgt von Feuerwehr und Straßenreinigung. Diese drei erhalten auch die besten Bewertungen.

Fast genauso wichtig ist den Salzburgerinnen und Salzburgern die Kinderbetreuung. Im Gegensatz zu den ersten drei wird diese aber um einiges schlechter bewertet: Mit einer Note von 2,24 ist sie Schlusslicht. Noch schlechter sieht es in der Teilauswertung nach Zielgruppen aus. Rechnet man nur mit den Bewertungen von Haushalten mit Kindern, ergibt sich eine Durchschnittsnote von 2,36. „Die Wahrnehmung der Kinderbetreuung hat sich (im Vergleich zu 2017, Anm.) zwar verbessert, allerdings nur minimal. Hier gibt es offenbar hohen Bedarf“, kommentiert Berger.

Pressekonferenz, Preuner, Berger, Floss Stadt Salzburg/Wildbild
Magistratsdirektor Martin Floss, Meinungsforscherin Ernestine Berger und Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) präsentierten das Ergebnis der Umfrage.

Stadtindex: Lob für Freundlichkeit und Kompetenz

Neben den Leistungen wurden die Bürgerinnen und Bürger auch gebeten, bestimmte Eigenschaften der Stadt Salzburg zu beurteilen. Punkten können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier vor allem mit ihrer Freundlichkeit, ihrer Kompetenz und ihrer Sympathie. 60 Prozent bemängeln, dass die Verwaltung bürokratisch ist, immerhin 67 Prozent sehen eine Abhängigkeit von der Politik.

Besonders der letzte Punkt erholt sich im Vergleich nur langsam. Fanden 2015 noch 42 Prozent, dass die Verwaltung politikunabhängig agiert, fiel der Wert 2017 auf 18 Prozent. Berger meint dazu: „2017 gab es mit dem SWAP-Prozess eine Zäsur. Da kam es zu vielen politischen Eingriffen, deshalb der Ausschlag im Stimmungsbild.“

 

Verkehr und Wohnen als größte Herausforderungen

Als besonders herausfordernd schätzen die Salzburgerinnen und Salzburger die Mobilität und den öffentlichen Verkehr (70 Prozent) sowie die Entwicklung von leistbarem Wohnraum (65 Prozent) ein. Letzteres hat sich im Vergleich mit 2017 (55 Prozent) verschärft. Damit spiegelt die Befragung eins zu eins die Themen des Wahlkampfs wieder. Dass sich die Wahrnehmung des Verkehrs als Problem um sieben Prozentpunkte reduziert hat, führt Berger auf die vermehrte mediale Darstellung und die damit einhergehende Wahrnehmung von Verbesserungen zurück.

Berger: "Nicht coolster Arbeitsplatz, aber stabil"

Zu guter Letzt erhob die Stadt auch erstmals ihr Image als Arbeitgeberin. Interessant sei das vor allem in Hinblick darauf, dass in der Verwaltung ein Generationswechsel bevorsteht: Rund 50 Prozent der 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in den nächsten Jahren in Pension gehen. Krisensicherheit, gute Sozialleistungen und Familienfreundlichkeit: Das bietet die Stadt laut Befragung. Nicht so gut schneidet man beim Punkt Innovation ab. Berger bilanziert: „Es ist nicht der coolste Arbeitsplatz, aber er ist krisensicher und stabil.“

(Quelle: SALZBURG24)

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