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Stadt Salzburg gibt 24 Millionen für Kinderbetreuung aus

Der Stadt Salzburg liegen Kindergärten und Kinderbetreuung sehr am Herzen. Erst kürzlich wurde im Stadtwerk Lehen ein neuer, moderner Kindergarten eröffnet.

2011 gab die Stadt Salzburg für die städtischen Kindergärten und Horte insgesamt rund 18,9 Mio. Euro aus, davon waren 15,5 Mio. Euro Personalkosten. Private Kindergärten wurden mit rund 1,1 Mio. Euro subventioniert, Tageseltern-Einrichtungen mit rund 520.000 sowie Krabbelstuben, alterserweiterte Kindergruppen und Schulkindgruppen mit rund 3,7 Mio. Euro – macht in Summe rund 25 Mio Euro für die Kinderbetreuung in der Mozartstadt.

Ab Herbst 944 neue Kindergarten- und 245 Hortkinder

Die Stadt Salzburg verfügt über 33 Kindergärten und 16 Horte. Momentan besuchen 2.209 Kinder die städtischen Kindergärten, 737 Mädchen und Buben die städtischen Horte. Für das kommende Betreuungsjahr werden 944 Kindergarten- und 245 Hortplätze neu vergeben. Die meisten Anmeldungen liegen aus der Elisabethvorstadt/Schallmoos und aus Lehen vor. 307 PädagogInnen und 164 hauswirtschaftliche MitarbeiterInnen kümmern sich um das Wohl der Kids. Eine Gruppe im Kindergarten besteht derzeit aus maximal 25 Kindern und wird von zwei Pädagoginnen betreut.

Barcelona-Ziel so gut wie erfüllt

Die Stadt Salzburg ist mit ihrer Kinderbetreuung auf einem sehr guten Weg. Das zeigt sich vor allem an den europäischen Bedarfdeckungsquoten („Barcelona-Ziel“), die so gut wie erfüllt werden. In der Altersgruppe der Kindergartenkinder ist eine Quote von 90 Prozent vorgegeben. Die Stadt kann eine Betreuungsquote von 96 Prozent vorweisen. In der schwierigen Altersgruppe der unter Dreijährigen, in der 33 Prozent vorgegeben sind, werden rund 28 Prozent erreicht. Um die Quote im Bereich der unter Dreijährigen anzuheben, müssen noch weitere Anstrengungen unternommen werden.

Schwerpunkte in den städtischen Kindergärten

Der vom Bund eingeführte Bildungsplan für Kinder bis sechs Jahre wird seit Herbst 2010 in den Kindergärten umgesetzt. Er unterstützt die Pädagoginnen bei der bestmöglichen Begleitung frühkindlicher Lernprozesse bis zum Schuleintritt – ist doch der Kindergarten ein Arbeitsplatz, der sich ständig neuen Anforderungen stellen und den sich ändernden Bedürfnissen in der Familien und Arbeitswelt anpassen muss. In jedem Kindergarten und Hort wird mit bewährten Modellen gearbeitet, die durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen der PädagogInnen stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen Erziehung zeichnen sich die städtischen Betreuungseinrichtungen durch ihre pädagogische Qualität und Vielfalt aus: So fördern bewährte Modelle nach Maria Montessori die Selbstständigkeit der Kinder („Hilf mir, es selbst zu tun!“), offen bzw. halboffen geführte Kindergärten und Horte stärken ihre Eigeninitiative. Und in Kindergärten, die einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund betreuen, werden fundierte Sprachfördermodelle angeboten – wie das Sprachförderprojekt „Rucksack“: Es hilft Eltern mit Migrationshintergrund, ihre Kinder muttersprachlich zu stärken, während im Kindergarten die deutschen Sprachkenntnisse gefestigt werden. Bei „Kindergarten means English“ wird Englisch spielerisch (durch Lieder, Fingerspiele...) im Alltag integriert.

Bewegung und Ernährung

Besonderes Augenmerk wird auf den Schwerpunkt "Bewegung und gesunde Ernährung" gelegt, denn die Fakten was kindliches Übergewicht betreffen sind mehr als nur alarmierend. Wie eine Studie des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (ISMB Austria) darlegt, ist die Zahl der Übergewichtigen unter den Zehn- bis Zwölfjährigen in den letzten Jahren um 20 Prozent gestiegen. Insgesamt ist ein Viertel der Kinder (alle Alters-stufen) zu dick oder gar fettsüchtig (adipös). Mit einem Anteil von rund 25 Prozent liegt Österreich im internationalen Vergleich damit eher im oberen Bereich. In den 20 stadteigenen Küchen wird jeden Tag mit Bio-Zutaten frisch gekocht, während das Ernährungsprojekt „Schmatzi“ den Kindern die regionalen Lebensmittel im Jahreskreis näher bringt. Gekoppelt ist das mit einer großen Anzahl an Sport- und Bewegungsangeboten: Etwa SportKids (ein spezielle auf Kinder abgestimmtes Bewegungsprogramm), Eishockey-Schnuppertraining, Schwimmkurse, Kindergarten-Olympiade und viele andere mehr. Enge Zusammenarbeit gibt es in diesemBereich auch mit der Universität Salzburg. „Gesunde Ernährung und Bewegung liegen mir bei der Betreuung der Kids besonders am Herzen“, betont Bürgermeister-Stellvertreter Panosch. Genau diesem Anspruch hat sich auch ein neues Projekt der Salzburger GKK verschrieben, welches im Herbst starten wird. Die Stadt sich für das Projekt beworben.

Kindergarten Stadtwerk Lehen – mitten im neuen „Quartier“

Eine moderne und großzügige Kinderbetreuungseinrichtung hat sich mitten ins neue „Quartier“ des Stadtwerks Lehen platziert: Der soeben eröffnete Kindergarten und Hort Stadtwerk Lehen am Inge-Morath-Platz 4, gleich gegenüber der Galerie Fotohof. Die Kosten der neuen Kinderbetreuungseinrichtung betrugen 3.390.000 Euro netto, dazu kamen Ausstattungskosten von 685.000 Euro netto. Die Abwicklung des Projekts besorgte die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft mbH (GSWB). Auf rund 1.200 Quadratmetern Nutzfläche bietet der funktionale Bau großzügige Bewegungs- und Erlebnisräume auf drei Geschossen, samt einer 300 Quadratmeter großen Spielterrasse am Dach und vielfältig nutzbaren Freiflächen. Für die vier Kindergarten- und zwei Hortgruppen sind bereits 101 Kinder angemeldet, 50 Mädchen und Buben übersiedelten dieser Tage vom Kindergarten Wallnergasse in der Strubergasse 27a hierher. Die größte Nachfrage nach einem Platz im „jüngsten“ städtischen Kindergarten kommt aus der unmittelbaren Nachbarschaft, rund um das Stadtwerke-Areal. Der kombinierte Kindergarten und Schülerhort nach Plänen des Architekturbüros Dietmar Feichtinger erstreckt sich über drei Geschosse. Eine an der westlichen Außenwand situierte Treppe erschließt die Geschosse. Das Erdgeschoss umfasst den Eingangsbereich, Speisesaal, Küche und die Räume des Personals. Das als Flachdach ausgebildete Dach ist als Spielterrasse gestaltet. Ein Netz überspannt raumhoch die im Osten vorgelagerten Balkone in den einzelnen Geschossen und schützt sicher vor etwaigen „Abstürzen“. Der Garten ist als „grünes Spielzimmer“ angelegt, Sitzstufen und Rampen teilen es in verschiedene Erlebnisbereiche und Spielzonen.

Kindergarten löst Kaserne ab

Auch auf dem ehemaligen Struberkasernen-Areal entsteht ein neuer städtischer Kindergarten mit drei Gruppen. „Gerade im Bereich Taxham/Maxglan ist ein neuer Kindergarten dringend notwendig, da im Einzugsgebiet die Auslastung der anderen Kindergärten bei 100 Prozent liegt“, erläutert Panosch. Rund 2,5 Millionen Euro wird die Stadt in die neue Betreuungseinrichtung investieren. Hinzu kommen noch rund 400.000 Euro für die kindgerechte Ausstattung. Der Baubeginn für den dreigruppigen städtischen Kindergarten soll noch heuer erfolgen, die Fertigstellung ist für Anfang 2014 geplant. In Gnigl soll bis Ende 2016 ein Bildungscampus entstehen, der dem aktuellen Trend zum Zusammenrücken von Kindergarten, Volksschule und ganztägiger Betreuung entspricht und in den auch neue Vereinsräumlichkeiten integriert werden.
(Quelle: S24)

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