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StreetLife – das fairkehrte Fest: Umdenken und Feiern, wo sonst die Blechlawine rollt

900 Quadratmeter grüner Rollrasen und buntes Treiben statt grauer Asphaltwüste: Am Samstag, 19. Mai, und Sonntag, 20. Mai, laden Stadt Salzburg und der Verein fairkehr gemeinsam zu „StreetLife – das fairkehrte Fest“.

„Die StreetLife-Feste haben in der Stadt inzwischen schon Tradition“, meinte dazu Planungsstadtrat Johann Padutsch beim Pressegespräch am Dienstag, 15. Mai 2012, im Cafe Ketter in der Ignaz-Harrerstraße, „sie zeigen auf sympathische Weise auf, dass es neben dem Auto auch andere verträgliche Formen der Mobilität gibt“. Bäckermeister Hartmut Ketter, der sein Geschäft seit zehn Jahren an der Ignaz-Harrer-Straße betreibt, begrüßt das Fest. "Unsere Strasse bietet nach wie vor ein großes Angebiot", sagt er, "da ist so ein Fest eine gute Werbung. Außerdem können sich AnrainerInnen und Geschäftsleute besser kennenlernen".

Fairkehrtes Umdenken

„Für ein Wochenende wird die Ignaz Harrer Straße für den Menschen zu Fuß geöffnet und damit sich dieser frei bewegen kann, bleibt das Auto draußen“, skizzieren die Organisatoren Erik Schnaitl uind Lukas Uitz von fairkehr die Grundidee, „durch das Umleiten des motorisierten Verkehrs wird für zwei Tage einer Idee des Umdenkens Platz gemacht.“ Über die Jahre habe sich die Fortbewegung mit dem Auto so in unseren Alltag integriert, dass die Menschen häufig die damit verbundenen Einschränkungen der Lebensqualität selbstverständlich in Kauf nehmen. Lärm, Stau und Abgase werden einerseits von allen als störend empfunden, auf der anderen Seite bleibt die Ursache dafür meist unangetastet. “Was wäre aber, wenn wir die Straße zu einem Ort des Lebens und der Versorgung unserer Grundbedürfnisse werden lassen? Wie viel Auto braucht der Mensch dann?“, fragt Schnaitl. Die Straßen, unsere gesellschaftlichen Lebensadern, seien zu Orten des Lärms, des Gestanks, des Stress und des Autos geworden. Diese wichtigen öffentlichen Räume menschengerechter zu gestalten, ist die Motivation beim fairkehrten Fest. Indem die Ignaz-Harrer Straße ein Wochenende lang vom motorisierten Verkehr befreit und zu einer Oase des Lebens umgestalten wird, entsteht ein offener Raum für den Menschen zu Fuß – den wichtigsten Verkehrsteilnehmer. fairkehr probiert ein Weniger an Autos und klaren Vorrang für Menschen zu Fuß als gesamtgesellschaftlichen Gewinn zu positionieren. Die Folge sei ein Gewinn an Ruhe, sozialen Kontakten, regionaler Wirtschaft, intakter Mitwelt und kurzen Wegen. Beim fairkehrten Fest seien alle eingeladen, diesen Gewinn mitzuerleben.

StreetLife - Das fairkehrte Fest

Samstag 19. Mai, 12 bis 22 Uhr, Sonntag 20. Mai, 10 bis 20.00 Uhr Ignaz-Harrer-Straße zwischen Gaswerkgasse und Rudolf-Biebl-Straße 900 Quadratmeter Rollrasen und jede Menge Möglichkeiten, das Grün und den geschaffenen (Frei-) Raum zu nützen: Sträucher, Kinderspielbereiche, Gastgärten, zwei Musik-Bühnen, Informationen, Rollstuhlparcour, Radkodierung, Bauerngolf, Fingerhackln, Öffi-Schnupper-zentrum, Kindereisenbahn, Straßentheater etc. Dieses mal neu im Programm: •Straßenlesen, Bücher ausleihen und auf der Straße lesen von der Stadtbibliothek •Straßenkino am Sa. 21 Uhr •Gesundheitsmeile und Gesundheitscheck am Sa. •Kinderflohmarkt am So. •Lastenräder Probefahren •EnergyBus erneuerbare Energie zum "Angreifen" •T-Shirt Workshop •Freerunning & Parkour

Chillen mitten in der Stadt

Bereits am Samstag war die Ignaz-Harrer-Straße zum Erliegen gekommen. Diesmal aber nicht aufgrund des starken Verkehraufkommens, sondern weil hunderte Salzburger die Gelegenheit nutzten, um es sich auf der Straße gemütlich zu machen. Bei strahlendem Sonnenschein lebte Lehen richtig auf und versprühte sommerlichen Charme.

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(Quelle: S24)

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