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Sturmtief "Siglinde" fegt mit Spitzen von über 150 km/h über Ostösterreich

Heftige Böen ziehen über Salzburg. APA/BARBARA GINDL/Archiv
Heftige Böen ziehen über Salzburg.

Mit Windspitzen von mehr als 150 km/h ist am Mittwoch ein Sturm über Ostösterreich gefegt. Trotz der hohen Werte ist es lediglich zu kleineren Schäden gekommen, verletzt wurde nur ein Mann leicht. Begonnen hatte der Sturm Dienstagabend, bis Mittwochmittag wurde der Höhepunkt erreicht. Hunderte Feuerwehreinsätze waren die Folge.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) waren etwa am Semmering/Sonnwendstein in den Nachtstunden 150,8 km/h gemessen worden, bis 13.30 Uhr waren es dann laut ZAMG sogar 158,8. Ein Ende der Wetterkapriolen war vorerst nicht in Sicht. Auch wenn der Sturm Mittwochnachmittag nachließ, kommt nun am Wochenende Starkregen auf den Süden Österreichs zu. Durch ein Mittelmeertief könnten die Niederschläge vor allem in Osttirol und Oberkärnten 90 bis 130 mm betragen, stellenweise auch darüber.

Schwerpunkt in Niederösterreich und im Alpenvorland

Die Einsatzkräfte mussten unter anderem aufgrund umgestürzter Bäume und Gerüste oder loser Dachziegeln ausrücken. Teilweise kam es auch zu Stromausfällen, der Schwerpunkt lag im südlichen Niederösterreich und im Alpenvorland. Im Netz der EVN waren rund 5.000 Kunden zumindest kurzzeitig betroffen, sagte Sprecher Stefan Zach. Bis zum späten Vormittag war die Versorgung wieder hergestellt, am Nachmittag waren noch vereinzelte Gehöfte und Gebäude ohne Strom.

In Münchendorf (Bezirk Mödling) wurde ein rund fünf Tonnen schwerer Klein-Lkw vom Sturm umgeworfen. Die Freiwillige Feuerwehr zog das Fahrzeug lmithilfe einer Seilwinde aus dem Graben. In Maria Enzersdorf wurde in der Früh durch starke Windböen eine Lichtkuppel von einem Hallendach abgelöst und drohte auf den Boden zu stürzen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr brachten die Kuppel mit einer Arbeitsleine wieder in die angestammte Position und befestigten sie mit einer Plane und Sandsäcken.

Geparkte Autos in Baden beschädigt

Im Bezirk Baden wurden in der Bezirkshauptstadt, in Kottingbrunn und Traiskirchen geparkte Fahrzeuge sowie Gebäude durch herabfallende Äste, umgestürzte Bäume oder weggerissene Fassadenteile beschädigt. In Bad Vöslau wurden durch den Sturm auf ca. 100 Quadratmetern Blechelemente einer Außenfassade eines Gewerbebetriebes weg- bzw. losgerissen, die Feuerwehr war hier mit Sicherungsarbeiten beschäftigt. Auch in Oberwaltersdorf mussten die Helfer herabgestürzte Dachziegel und mehrere lose Blechteile von einem Dach entfernen oder sichern. In Baden drohte bei einer Felswand ein entwurzelter Baum samt Wurzelstock aus rund 20 Metern Höhe auf die darunterliegende Straße zu stürzen. Die FF stand mit einem Ladekran und Drehleiter im Einsatz. Der zu Mittag einsetzende Starkregen sorgte laut Bezirkskommando für weitere Einsätze. Mehrere Feuerwehren rückten zu Verkehrsunfällen und Fahrzeugbergungen aus.

In Kärnten war die Einsatzzahl vergleichsweise gering. Die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) verzeichnete bis zum frühen Nachmittag insgesamt sechs Feuerwehreinsätze in Mittelkärnten. Zumindest kurzfristig durch herabgefallene Äste blockiert war etwa die Turracher Straße (B95), die Bleiberger Straße (L35) und die B88 zwischen Radentein und Bad Kleinkirchheim.

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(Quelle: S24)

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