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Weiterer Verdachtsfall der Südafrika-Variante

Salzburger Schule stellt auf Distance Learning um

schule.jpg APA/Hans Punz/Archiv
Als Vorsichtsmaßnahme ist nun eine ganze Schule in der Stadt Salzburg auf Distance Learning umgestellt worden. Grund dafür ist ein Verdachtsfall der südafrikanischen Corona-Mutation. (SYMBOLBILD)

In der Stadt Salzburg gibt es einen weiteren Verdachtsfall der südafrikanischen Corona-Mutation. Als Vorsichtsmaßnahme stellt deswegen eine Schule auf Online-Unterricht um.

Salzburg

Ein Rückkehrer von einem humanitären Arbeitseinsatz in Afrika werde seit heute als weiterer Verdachtsfall geführt, berichtet die Stadt Salzburg in einer Aussendung. Nach der Landung auf einem deutschen Flughafen habe sich der Rückkehrer bei seiner Ankunft in Salzburg, wie vorgeschrieben, in Quarantäne begeben. Am 5. Tag habe es ein positives Testergebnis gegeben. Daraufhin sei die Ganzgenomsequenzierung bei der AGES beauftragt worden. Seine Familie und betroffene Person seien bereits abgesondert.

Schule in Stadt Salzburg auf Distance Learning umgestellt

Da es im engsten Familienkreis bereits eine weitere Ansteckung gebe, wird nun sogar präventiv eine nicht weiter genannte Schule in der Landeshauptstadt auf Distance Learning umgestellt. Alle Schüler der betroffenen Schule werden außerplanmäßig noch einmal per „Nasenbohrer-Test“ durchgetestet, heißt es von der Stadt. Zu den bisherigen Fällen von B.1.351 in Salzburg ergibt sich kein Zusammenhang. 

Weitere Mutations-Verdachtsfälle erwartet

Durch gezielte Analysen und routinemäßige Sequenzanalysen rechnen die städtischen Behörden in den nächsten Tagen mit weiteren Verdachtsfällen auf verschiedene Mutationen des Coronavirus.

(Quelle: SALZBURG24)

Südafrika-Mutation in Salzburg angekommen

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Laut dem Mikrobiologen Andreas Bergthaler gebe es bisher noch keine Hinweise darauf, dass die Corona-Mutation P.1 aus Brasilien und Japan auch in Österreich verbreitet ist. (SYMBOLBILD)

Die Coronavirus-Mutation aus Südafrika ist erstmals in Salzburg nachgewiesen worden. Ein 15-Jähriger wurde in der Landeshauptstadt positiv auf die Virus-Variante getestet.

Wie die städtische Gesundheitsbehörde mitteilt, wurde der 15-jährige Sohn eines in der Stadt Salzburg mit seiner Familie wohnhaften Mannes positiv auf die Südafrika-Variante des Coronavirus vorgetestet. Es sei davon auszugehen, dass sich der hochgradige Mutationsverdacht bestätige, heißt es vonseiten der Fachleute.

Südafrika-Mutation in Salzburg: Quarantäne

Die gesamte siebenköpfige Familie ist bereits in streng überwachter Quarantäne, teilte die Stadt Salzburg mit. Die Indexperson dürfte der Vater sein. Er hatte sich in Afrika aufgehalten und war mit dem Flugzeug über Wien kommend nach Salzburg zurückgekehrt.

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

Corona-Aufruf für Bruck

Die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Pinzgau meldet eine auf Covid-19 positiv getestete Person, die im Friseurstudio "Team Spitzenschnitt" in Bruck an der Großglocknerstraße gearbeitet …

Bei seinem Corona-Test war zunächst nicht klar, ob es sich um eine Mutation des Virus handelt. Da sich der Verdacht beim Sohn nun massiv erhärtet hat, wurde von den Behörden eine weiteres Screening der gesamten Familie angeordnet. Die Ergebnisse der Sequenzierung dieser Proben dürften im Laufe der nächste Woche vorliegen.

Salzburg testet auf Virus-Mutationen

Auch das Contact Tracing wurde durchgeführt. Die Salzburger Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz zeigte sich in einer ersten Reaktion nicht beunruhigt. "Wenn die Familienmitglieder die einzigen Kontaktpersonen zu dem Indexfall waren und die Absonderungsbescheide streng eingehalten wurden, dürfte es bei einem abgegrenzten Haushalts-Cluster bleiben", erklärte sie.

Die Gesundheitsbehörden hätten ihre Arbeitsweise schon seit längerem auf die Virus-Mutationen ausgerichtet. "Im Contact Tracing werden Kontaktpersonen der ersten Kategorie generell bereits am fünften Tag nach dem positiven Test ein zweites Mal abgestrichen", sagte Juhasz. Kontakte der Kategorie 2 werden auch einem Test unterzogen, zudem müssen Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen der ersten Kategorie außerhalb des Haushalts eine FFP2-Maske tragen. In Salzburg werde zudem jeder positive PCR-Test in Partnerlaboren des Landes auf Mutationen untersucht. "Wir wissen also sehr schnell wo sich Varianten ausbreiten und brauchen erst gar nicht auf das Ergebnis einer aufwendigen Vollgenom-Sequenzierung zu warten", so Juhasz.

Offenbar nicht erste Fall in Salzburg

Laut Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die SARS-Cov-2-Varianten in Österreich tabellarisch veröffentlicht, hat es bereits Anfang Februar einen nachgewiesenen Fall der südafrikanischen Variante in Salzburg gegeben. Wie das Land am Dienstag zur APA sagte, zähle man die betroffene Person aber nicht zur Salzburger Statistik. Sie habe zwar einen Wohnsitz in Salzburg, wurde aber in Tirol getestet und sei auch in Tirol aufhältig.

Aufgerufen am 07.03.2021 um 08:38 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/suedafrika-mutation-distance-learning-an-salzburger-schule-99963601

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