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Bluttat in Lehen

Passant findet mögliche Tatwaffe

Nach den tödlichen Schüssen in Salzburg-Lehen am 4. Juni untersucht die Polizei nun eine Faustfeuerwaffe nach Spuren. Ein Passant hat die Waffe am vergangenen Wochenende gefunden und den Beamten übergeben, heißt es in einer Aussendung.

Salzburg

Es handelt sich um eine Pistole der Marke Glock mit einem Kaliber von neun Millimeter – das würde also zu den Patronenhülsen passen, die die Polizei am Tatort sichergestellt hat. Die Waffe befindet sich nun bei der kriminaltechnischen Untersuchung, um etwaige Täterspuren zu sichern. Außerdem werde ein Beschusstest durchgeführt. Die Patronenhülsen dieses Test werden dann mit den am Tatort gefundenen Hülsen verglichen. "So kann festgestellt werden, ob es sich um die Tatwaffe handelt", sagte Polizeisprecherin Nina Laubichler der APA. Mit einem Ergebnis sei Anfang bis Mitte kommender Woche zu rechnen.

Ob sich auf der Pistole noch eine Seriennummer befindet, konnte die Sprecherin nicht sagen. Mit einer solcher Nummer kann der rechtmäßige Eigentümer eruiert werden. Häufig würde die Nummer aber bei illegal erworbenen Waffen weggefeilt.

Nach Waffen-Fund: Weiter Suche nach Schütze

Derweil läuft auch die Suche nach dem Schützen auf Hochtouren weiter. Am Donnerstag letzte Woche veröffentlichte die Polizei ein Phantombild des Mannes. Die Polizei beschreibt den mutmaßlichen Täter als südosteuropäischen Typ, vermutlich Albaner. Er soll 30 bis 35 Jahre alt und etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß sein. Er habe einen kurzen Vollbart und seine Statur sei kräftig. Die schwarzen Haare wurden seitlich kurz rasiert und das Haupthaar zu einem Scheitel auf die Seite gelegt. Zum Tatzeitpunkt soll der mutmaßliche Täter eine dunkle Jeans, ein weiß-blau kariertes Hemd und eine schwarze Bauchtasche getragen haben.

Zahlreiche Hinweise eingegangen

"Sehr zufrieden" äußerte sich die Sprecherin auch mit dem Verlauf der weiteren Ermittlungen, ohne nähere Details zum jetzigen Zeitpunkt bekanntgeben zu können. Es seien zahlreiche Hinweise eingegangen, die nun alle überprüft werden. Noch nicht abgeschlossen sei zurzeit aber die Auswertung der am Tatort sichergestellten Spuren.

Bei der Bluttat verstarb ein 46-jähriger Bosnier vor den Augen seines Sohnes. Der 24-Jährige wurde angeschossen und ins Krankenhaus gebracht. Er konnte mittlerweile von der Polizei einvernommen werden, er erlitt einen Durchschuss im Oberschenkel.

Zu der tödlichen Auseinandersetzung am 4. Juni 2019 in Salzburg/Lehen gibt es ein Phantombild. Hinweise (werden...

Gepostet von Polizei Salzburg am Freitag, 7. Juni 2019

Salzburg-Lehen: Mann vor Lokal erschossen

Der Bosnier habe geschildert, dass er als Gast des Lokals im Schanigarten saß und von einem ihm unbekannten Mann südosteuropäischer Herkunft beleidigt und geohrfeigt worden sei, erklärte Polizeisprecherin Nina Laubichler. Daraufhin habe der 24-Jährige seinen Vater, der sich ebenfalls als Gast in dem Gastronomiebetrieb aufhielt, um Hilfe gebeten. Als die beiden Bosnier vor das Lokal traten, gab der Täter "einen Schuss in Richtung des Sohnes und danach einen Schuss in Richtung des Vaters" ab. Der Mann erlag seiner schweren Schussverletzung noch vor dem Lokal. 

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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