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Trockenheit - Salzburg AG verliert fünf bis sieben Millionen Euro

Die lange anhaltende Trockenheit hat im Bundesland Salzburg die Pegelstände der Flüsse und Seen stark sinken lassen. "Wir bewegen uns inzwischen bei den niedrigsten Pegeln, aber für Rekorde dauert die Trockenheit noch zu kurz", sagte Hans Wiesenegger, der Leiter des Hydrographischen Dienstes des Landes, am Mittwoch zur APA. Konkrete Auswirkungen hat das bereits für die Salzburg AG, die heuer um 15 bis 20 Prozent weniger Strom erzeugen wird.

"Über die Folgen kann momentan noch nichts gesagt werden. Entscheidend ist, wie es in nächster Zeit weitergeht." Sollte es nun rasch kalt werden und danach ein schneearmer Winter kommen, dann könne es im Frühjahr passieren, dass kleinere Quellen versiegen, weil zurzeit schon sehr wenig Wasser in den Bergen gespeichert sei, sagte Wiesenegger.

Kraftwerke der Salzburg AG erzeugen bis zu 20 Prozent weniger Strom

Sehr konkret sind hingegen bereits die Folgen für das Versorgungsunternehmen Salzburg AG. Wegen der geringen Schneeschmelze im Frühjahr, dem wasserarmen Sommer und der jetzigen Trockenheit würden die Laufkraftwerke heuer um 15 bis 20 Prozent weniger Strom erzeugen als in einem durchschnittlichen Jahr, sagte Salzburg-AG-Sprecher Sigi Kämmerer gegenüber der APA. Und da das Jahr dem Ende zugeht, könne das Minus auch nicht mehr aufgeholt werden. Für das Unternehmen bedeute dies einen Einnahmen-Verlust von fünf bis sieben Millionen Euro. "Für ein Unternehmen mit einem Gesamtertrag von rund 36 Millionen Euro bedeutet das schon was."

Keine Erhöhung des Strompreises

Dennoch werde es zu keiner Erhöhung des Strompreises kommen, und auch Engpässe müssten die Kunden keine befürchten, weil man rechtzeitig auf andere Lieferanten zugegangen sei, sagte Kämmerer. Für die Landwirtschaft hingegen sei die Trockenheit zu dieser Jahreszeit sogar ein Vorteil, weil die Felder und Wiesen nun besser auf den Winter vorbereitet werden konnten, hieß es im Büro des Agrar-Landesrates Sepp Eisl. (APA)
(Quelle: S24)

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