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Um 365 Euro ein ganzes Jahr durch die Stadt Salzburg

Im Bild (v.li.): Leonhard Schitter, Allegra Frommer, Johann Padutsch, Hans Mayr und Thomas Wizany. LMZ/Neumayr/SB
Im Bild (v.li.): Leonhard Schitter, Allegra Frommer, Johann Padutsch, Hans Mayr und Thomas Wizany.

Mit 1. Juli 2017 wird das Salzburg-City-Jahresticket um 365 Euro eingeführt. Bereits im Jahr 2014 gab es ein ähnliches Angebot, doch damals wurde der Preis innerhalb eines Jahres wieder erhöht. Nun sei die Finanzierung aber bis mindestens Mitte 2019 gesichert, verspricht Landesrat Hans Mayr am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Auch darüber hinaus will man sich um die Beibehaltung des Angebots bemühen, wie Mayr angibt. Im ersten Jahr rechnet der Verkehrslandesrat mit einem Förderbetrag von 1,5 Millionen Euro.

Thomas Wizany designt neue Jahreskarte

Derzeit – bei einem Preis von 379 Euro – werden etwa 6.500 Jahreskarten in der Stadt Salzburg verkauft. „Beim neuen City-Jahresticket rechnen wir mit einem Absatz von rund 7.000 Stück“, zeigt sich „Salzburg Verkehr“-Geschäftsführerin Allegra Frommer überzeugt. Zusätzlich wird man noch ein „Jahresticket Plus“ anbieten, führt Leonhard Schitter, Vorstand der Salzburg AG, aus. Diese Karte ist übertragbar und an jedem Wochenende können damit zwei Personen die Obusse in der Landeshauptstadt nutzen. Als witziges Extra bekommt die Karte ein außergewöhnliches Design. Der Salzburger Karikaturist Thomas Wizany gestaltete dazu vier verschiedene Sujets.

Karikaturist Thomas Wizany lieferte das Design./LMZ/Neumayr/SB Salzburg24
Karikaturist Thomas Wizany lieferte das Design./LMZ/Neumayr/SB

Pensionisten fahren um 299 Euro durch Salzburg

Ein entsprechendes Angebot für das gesamte Bundesland ist derzeit nicht angedacht. „Das ist einfach nicht finanzierbar“, erklärt Landesrat Mayr. Die Jahreskarte für das gesamte Land kostet ab 1. Juli 1.539 Euro. Lediglich für Pensionisten wird es ab Dezember ein Jahresticket um 299 Euro für ganz Salzburg geben. „Senioren fahren seltener zu den Hauptverkehrszeiten. Sie lasten die Busse eher tagsüber zu den schwächeren Zeiten aus“, so Mayr.

Auch eine Erweiterung der Kernzone in der Stadt Salzburg sei derzeit kein Thema, wie er erklärt. Dies bedürfe einer Änderung des Linien-Wabensystems, was natürlich einem enormen Geldbedarf gleichkommt. Zudem sei die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs nicht nur durch finanzielle Anreize bedingt, sondern dieser müsse allen voran bequem für die Nutzer sein. „Um auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen, sind Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sowie ein dichtes Netz das Wichtigste“, ist Mayr überzeugt. Angesichts der wachsenden Anzahl von Teilzeitarbeit ist es zudem essentiell, dass auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten regelmäßige Verbindungen angeboten werden. Ähnlicher Ansicht ist auch Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste/Die Grünen in der Stadt Salzburg): „Es braucht nicht nur Angebote im Tarifbereich, sondern auf der Straße. Stichwort: Busspuren.“

Salzburg will Verkehrsproblem lösen

Dementsprechend will man künftig auch den Öffentlichen Verkehr aus den Regionen stärken. Bereits seit Herbst arbeiten Stadt und Land an der Umsetzung eines Maßnahmenbündels.

Bedarf besteht auf jeden Fall, wie man tagtäglich zu den Hauptverkehrszeiten in der Stadt Salzburg sieht. Wie der TomTom Traffic Index darlegt, brauchen Pendler im Frühverkehr im Schnitt um 38 Prozent länger als im Normalverkehr, am Abend sogar um 57 Prozent.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 09:08 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/um-365-euro-ein-ganzes-jahr-durch-die-stadt-salzburg-55560124

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