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Umweltpreis für erneuerte Strubergassensiedlung

Johann Padutsch nahm den Preis in Wien entgegen. Stadt Salzburg / Katharina Schiffl
Johann Padutsch nahm den Preis in Wien entgegen.

Insgesamt 78 Projekte waren bei der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) für den Umweltpreis 2017 eingereicht worden. Die Stadt Salzburg wurde in der Kategorie „Nachhaltige Kommune“ für das Projekt „Quartierssanierung Strubergasse – Salzburg" ausgezeichnet.

Die Auszeichnung nahm Stadtrat Padutsch gemeinsam mit gswb Direktor Bernhard Kopf und Architekt Wilhelm Lankmayer kürzlich in Wien entgegen. „Der Preis zeigt, dass wir praktisch alles richtig gemacht haben und eine große Kraftanstrengung mit vielen Beteiligten sich lohnt. Denn wohlüberlegte, zukunftsorientierte Quartierssanierung hat das Potential, einen echten Aufschwung zu bringen“, sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste).

Initiiert wurde das größte Siedlungserneuerungsprojekt Salzburgs von Padutsch. Die gswb war an der Vorbereitung und Umsetzung maßgeblich beteiligt. Die Arbeitsgruppe für Konzeption, Rahmenplan und Abwicklung der Förderungen sowie die Qualitätssicherung der Sanierungen wurde von Inge Straßl vom Salzburger Institut für Raumordnung & Wohnen geleitet.

Größtes Siedlungserneuerungsprojekt Salzburgs

Die Erneuerung der Strubergassensiedlung war Salzburgs bislang größtes Projekt einer Quartierssanierung. In dem Projekt wurde nicht nur Neubau und Sanierung kombiniert, sondern auch ein integratives Energie-, Freiraum- und Mobilitätskonzept entwickelt und umgesetzt. Es wurde in Zusammenarbeit mit Stadtpolitik und Bewohnern erarbeitet. In einer ersten Phase wurden 14 Häuser mit 286 Wohnungen umfassend saniert und weitere zwölf Häuser in Etappen abgebrochen sowie 350 neue Wohnungen errichtet.

Wohnungsamt und gswb managten Absiedelung

Voraussetzung für die in mehreren Etappen umgesetzten Neubauvorhaben war die erfolgreiche und reibungslose Absiedelung der Mieter, die in den zum Abbruch bestimmten Häusern lebten. Mitarbeiter der gswb-Hausverwaltung und des Wohnungsamtes führten mit allen 340 betroffenen Mieter Gespräche. Allen wurden geeignete Alternativwohnungen angeboten und Hilfe bei der Übersiedelung geleistet. Vielen konnte in Neubauten in unmittelbarer Nachbarschaft eine neue Wohnung vermittelt werden.

Übergreifendes Erneuerungskonzept

Mit einem übergreifenden Freiraum- und Mobilitätskonzept, geplant von Landschaftsarchitekt Peter Aicher, wurden die alten und neuen Bauteile verbunden, Fahrradabstellplätze und Gemeinschaftsgärten errichtet und die zuvor unbefriedigende Organisation der PKW-Abstellplätze neu geordnet. Durch die energetische Verbesserung der Gebäude und den Umstieg auf umweltfreundliche Beheizung können zudem jährlich rund 1.480 Tonnen CO2 in dieser Siedlung eingespart werden.

Den Abschluss bildete die Übergabe des letzten Neubaus in der Roseggerstraße mit insgesamt 23 modernen Wohnungen samt Tiefgarage.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 02.03.2021 um 09:05 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/umweltpreis-fuer-erneuerte-strubergassensiedlung-57539017

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