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Unbekannte erschossen in Salzburg freilebenden Biber

Mit einem Luftdruckgewehr haben Unbekannte in Salzburg vor einigen Tagen einen freilebenden Biber aus nächster Nähe beschossen und so letztlich getötet. Die Tierquälerei wurde erst durch einen Präparator bemerkt, der den Biber im Auftrag des Hauses der Natur präparieren wird.

Es wurde Anzeige beim Landeskriminalamt erstattet, teilte das Haus der Natur am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Berufsfeuerwehr hatte den toten Nager am vergangenen Sonntag im Salzburger Stadtteil Mülln vom Salzachufer geborgen und dem Haus der Natur übergeben.

Präparator stellt Schussverletzungen fest

Bei der Untersuchung durch den Präparator Stefan Gratzer zeigte sich, dass das Tier nicht wie ursprünglich vermutet eines natürlichen Todes gestorben, sondern offenbar Opfer einer Wilderei geworden war. Es dürfte aus unmittelbarer Nähe durch zahlreiche Projektile eines Luftdruckgewehrs verletzt worden sein. Eines der Geschoße ist durch das Auge in den Schädel eingedrungen und war vermutlich tödlich.

Biber in Salzburg ausgerottet

Der Biber wurde in Salzburg gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Die heute in Salzburg lebenden Biber gehen auf eine europaweite Wiedereinbürgerung zurück, die in den 1980er Jahren ihren Anfang nahm. Heute wird der Biber in der sogenannten FFH-Richtlinie, einer Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, gelistet. Das bedeutet, dass EU-weit der absichtliche Fang oder die Tötung freilebender Biber explizit verboten ist. (APA)
(Quelle: S24)

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