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Unwetter in Salzburg: Starkregenzelle war über Glemmtal eingeschlossen

Die Tiere gehen die Tage gemütlich an. APA/GEORG HOCHMUTH
Die Tiere gehen die Tage gemütlich an.

Literweise Regen ging am Donnerstagabend vor allem in Teilen des Pinzgaus nieder – im Glemmtal wurde deswegen der Zivilschutzalarm ausgelöst. Ein anderes Bild bot sich mit heftigem Hagel und Wind in der Stadt Salzburg und im nördlichen Flachgau. Am Freitag kann es lokal noch zu Unwettern kommen, gab die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf S24-Anfrage bekannt.

Im Pinzgau bildeten sich am frühen Donnerstagabend noch kleinere und vereinzelte Schauerzellen. Später formierte sich daraus eine große Unwetterzelle, die über dem Glemmtal eingeschlossen wurde.

Innerhalb von nur zwölf Stunden gingen bis 70 Liter pro Quadratmeter nieder. (Ubimet Salzburg24
Innerhalb von nur zwölf Stunden gingen bis 70 Liter pro Quadratmeter nieder. (Ubimet

"Im Bergland können lokal andere Windverhältnisse vorherrschen, weshalb eine Starkregenzelle auch mal im Tal festgesetzt werden kann", weiß ZAMG-Meteorologe Michael Butschek. Am Freitag können insbesonderes lokal noch Gewitter entstehen.

Hagel in der Stadt Salzburg

In der Landeshauptstadt und Teilen des nördlichen Flachgaus gewitterte und hagelte es Donnerstagabend heftig. "Zwei Unwetterzellen sind hier aufeinandergetroffen", berichtet Butschek. "Es entsteht dabei ein vertikaler Impuls. Dadurch steigt im Aufwind die Luft nach oben und es kommt zu Niederschlägen." In der Nacht auf Freitag waren im gesamten Bundesland 13 Feuerwehren bei 54 Einsätzen mit über 450 Mann im Einsatz.

Merklich kühlere Luft bringt die herannahende Kaltfront am Samstag mit sich, weshalb auch das Gewitterrisiko sinkt und der Wind auffrischt – die Höchstwerte erreichen maximal 20 Grad, in der Nacht fallen die Temperaturen bis auf zehn Grad runter. Es regnet verbreitet mäßig stark, wobei sich der Regen-Hotspot Salzburgs am Nachmittag in die südlichen Landesteile verlagert. Im Flachgau sind dann auch Regenpausen dabei, während es im Lungau kräftig regnet.

Schnee im Gebirge möglich

Der Sonntag ist regnerisch und kühl, der Wind aus West bis Nordwest nimmt zu und weht vor allem im Lungau lebhaft bis kräftig. In der Früh und am Vormittag regnet es anhaltend und zeitweise noch kräftig. Ab etwa Mittag wird der Regen rasch schwächer und es setzt sich immer öfter trockenes Wetter durch. In der Früh kann es bis etwa 1.700 Meter herabschneien.

Am Montag stellt sich nach Auflösung des Frühnebels über manchen Tälern wieder sonniges und trockenes Wetter mit ein paar harmlosen Wolken ein. Es weht schwacher Wind und nach einer kalten Nacht steigen die Temperaturen rasch wieder an. Die Höchstwerte erreichen bis 23 Grad.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.01.2020 um 10:08 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/unwetter-in-salzburg-starkregenzelle-war-ueber-glemmtal-eingeschlossen-60089308

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