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VCÖ: Umstieg vom Auto auf Öffis spart viel Geld

Laut einer Analyse des VCÖ spart der Umstieg vom Auto auf Öffentliche Verkehrsmittel viel Geld. Bilderbox
Auf einer U-Bahn-Station fährt eine Ubahn ein.

Am kommenden Sonntag tritt der neue Fahrplan der Bahn in Kraft. Pendlerinnen und Pendler können sich durch den Umstieg von Auto auf eine Öffi-Jahreskarte viel Geld sparen.

Der VCÖ hat für mehr als 30 Pendler-Verbindungen in Salzburg die Kosten von Öffi-Jahreskarte und Pkw verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer mit einer Öffi-Jahreskarte in die Arbeit fahren kann erspart sich sehr viel Geld. So kostet die Jahreskarte von Hallein nach Salzburg 544 Euro. Die Kosten des Autos hängen natürlich stark vom Modell und Alter ab. Bei geringen Kosten (Vollkosten von 20 Cent pro km) sind es auf dieser Strecke noch immer rund 2.350 Euro pro Jahr - also rund vier Mal so viel wie mit den Öffis. Von St. Johann nach Bischofshofen kostet die Öffi-Jahreskarte 333 Euro, mit dem Auto kostet es mit rund 800,- Euro (20 Cent) doppelt so viel. Nimmt man das amtliche Kilometergeld (42 Cent) als Grundlage, dann sind es sogar 1.700 Euro.

VCÖ: Bahnhof sollte gut erreichbar sein

Auch bei anderen Strecken ist die Jahreskarte des Öffentlichen Verkehrs um das zwei bis sechsfache günstiger, betont der VCÖ. Deshalb ist ein dichtes Öffentliches Verkehrsnetz mit häufigen Verbindungen wichtig. "Das Ziel muss sein, dass möglichst viele in Salzburg gute öffentliche Verkehrsverbindungen in der Nähe haben", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Auch sollte jeder nächstgelegene Bahnhof gut mit anderen Verkehrsmitteln erreichbar sein und auch gute Radverbindungen und sichere Fahrradabstellplätze haben.

60.000 Zweitautos in Salzburg

Insgesamt ist ein gutes öffentliches Verkehrsnetz eine große finanzielle Entlastung für die Haushalte. Der VCÖ weist darauf hin, dass es in Salzburg rund 60.000 Zweitautos gibt. Viele davon deshalb, weil ein Auto für die Fahrt in die Arbeit verwendet wird. "Gute öffentliche Verkehrsverbindungen in die Arbeit ermöglichen es, sich das Zweitauto und damit Kosten von mehreren tausend Euro pro Jahr zu sparen. Das ist eine deutlich größere finanzielle Entlastung als je eine Lohnsteuerreform in der Vergangenheit gebracht hat", verdeutlicht VCÖ-Experte Gansterer.

VCÖ gegen Erhöhung der Mehrwertsteuer

Der VCÖ spricht sich zudem vehement gegen eine kolportierte Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fahrkarten von 10 auf 20 Prozent aus. "Dies würde zu einer Verteuerung des Öffi-Fahrens führen. Das wäre eine Bestrafung all jener, die im Interesse Gesellschaft und des Klimaschutzes umweltfreundlich mobil sind", betont VCÖ-Experte Gansterer. Zum Öffi-Jobticket hat der VCÖ für Betriebe und Beschäftigte unter www.vcoe.at Informationen zusammengestellt.

Mit Öffi-Jahreskarten günstiger in die Arbeit 

(Autokosten: 20 Cent pro km / 42 Cent pro km - jeweils gerundet)

  • Anif - Hallein: 440 Euro (1.000 Euro / 2.050 Euro)
  • Bruck an der Glocknerstraße - Zell am See:  333 Euro (900 Euro / 1.900 Euro)
  • Eugendorf - Salzburg: 440 Euro (1.050 Euro / 2.250 Euro)
  • Hallein - Salzburg: 544 Euro (2.350 Euro / 4.900 Euro)
  • Saalfelden am steinernen Meer - Zell am See: 440 Euro (1.250 Euro / 2.650 Euro)
  • Seekirchen am Wallersee - Salzburg: 544 Euro (1.350 Euro / 2.800 Euro) St. Johann im Pongau - Bischofshofen: 333 Euro (800 Euro / 1.700 Euro)
(Quelle: S24)

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