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Verfahren gegen zwei jugendliche "Erpresser" in Salzburg eingestellt

Ein 17-Jähriger hat sich offenbar die Freundschaft von zwei 16-jährigen Burschen in der Stadt Salzburg um 13.500 Euro erkaufen wollen. Im Oktober hatte der Teenager der Polizei geschildert, er sei von den beiden erpresst worden und hätte deshalb diese Summe von seinem Vater gestohlen, der das Geld für die Behandlung seiner krebskranken Frau zu Hause aufbewahrt hatte.

"Das Verfahren gegen die 16-Jährigen ist eingestellt worden. Der 17-Jährige war nicht glaubwürdig", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger, auf Anfrage der APA.Salzburg. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der mutmaßlich Erpresste das Geld anscheinend dem Vater deshalb weggenommen habe, "um sich die Freundschaft zu erkaufen", erläuterte Feichtinger.

Verdächtige bestreiten Erpressung

Der 17-Jährige hatte der Polizei erzählt, er sei von den um ein Jahr jüngeren Burschen massiv bedroht und eingeschüchtert worden. Die beiden Verdächtigen hatten die Erpressung aber stets bestritten. Sie gaben an, dass der 17-Jährige ihnen das Geld geschenkt hätte, es sei in der Zwischenzeit auch schon verbraucht. Alle drei Jugendliche gehören laut Polizei einer 18- bis 20-köpfigen Gruppe an, die im "Zentrum im Berg" im Stadtteil Schallmoos schon seit längerem als "Bande" aufgefallen ist. Die zwei 16-Jährigen sollen die Anführer dieser Gang sein. (APA)
(Quelle: S24)

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