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Verkehr ist in Salzburg Hauptverursacher von Stickoxid-Emissionen

Fast 60 Prozent von Salzburgs Stickoxid-Emissionen werden laut Umweltbundesamt vom Verkehr verursacht. Bilderbox/Symbolbild
Fast 60 Prozent von Salzburgs Stickoxid-Emissionen werden laut Umweltbundesamt vom Verkehr verursacht.

Der Verkehr ist in Salzburg der größte Verursacher der gesundheitsschädlichen Stickoxid-Emissionen, macht der VCÖ aufmerksam. Der Verkehr ist für 58 Prozent von Salzburgs Stickoxid-Emissionen verantwortlich.

Ein großes Problem bereiten viele Dieselfahrzeuge, die beim Fahren zu viele Schadstoffe emittieren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für eine saubere Mobilität.

Stickoxid-Emissionen: 60 Prozent verursacht der Verkehr

Fast 60 Prozent von Salzburgs Stickoxid-Emissionen werden laut Umweltbundesamt vom Verkehr verursacht. "Der Verkehr verursacht fünf Mal so viele Stickoxide wie beispielsweise die Haushalte durchs Heizen", verdeutlicht VCÖ-Expertin Rasmussen. Stickoxide sind sehr gesundheitsschädlich, insbesondere das Stickstoffdioxid. Hauptverursacher der Stickoxide sind Dieselfahrzeuge. Laut Europäischer Umweltagentur ist Stickstoffdioxid in Österreich für 660 Todesfälle pro Jahr verantwortlich - mehr als durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen. Insgesamt verursacht die Luftverschmutzung in Österreich fast 7.100 Todesfälle pro Jahr.

Emissionen problematisch in Wohngebieten

"Aus Gesundheitssicht sind die Verkehrsemissionen auch deshalb problematisch, weil sie häufig dort in die Luft gelangen, wo Menschen wohnen oder unterwegs sind. Die Schadstoffe des Verkehrs gelangen damit direkt in der Atemluft", so VCÖ-Expertin Rasmussen.

"Stickoxid-Fabriken auf vier Rädern"

Erst diese Woche wurden in Großbritannien die Ergebnisse von Abgastests unter realen Fahrbedingungen veröffentlicht. Demnach stießen 95 Prozent (!) von 153 getesteten Diesel-Pkw-Modellen (Modell der Abgasklasse Euro6 und Euro5) mehr Stickoxide aus als der Grenzwert im offiziellen Testverfahren erlaubt. Am schlechtesten Schnitt ein Jeep Grand Cherokee ab, der den Grenzwert um das 15-Fache überschritt. Die britischen Konsumentenschützer sprachen von "Stickoxid-Fabriken auf vier Rädern".

Alternativen zu Pkw- und Lkw-Verkehr

"Die Gesundheit der Bevölkerung muss endlich Vorrang bekommen. Der Lkw-Verkehr ist zu verringern, die Alternativen zum Pkw sind massiv zu verbessern", betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Der Lkw-Verkehr quer durch Europa ist durch mehr Kostenwahrheit zu reduzieren.

Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Für die Bevölkerung braucht es ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz mit häufigen Verbindungen und den Ausbau der Infrastruktur fürs Radfahren. International setzen immer mehr Städte auf Radschnellwege, die möglichst kreuzungsfrei sind. Wichtig für die Luftqualität ist zudem die Verlagerung des städtischen Lieferverkehrs auf Elektro-Transporter. "Die EU ist gefordert, strengere Grenzwerte für Klein-Lkw zu erlassen, damit die Fahrzeughersteller mehr Elektro-Transporter auf den Markt bringen", betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

 

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