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Verkehrserziehung: Drei Schritte, mit denen Kinder verkehrsfit werden

Mit Go-Karts nehmen Schüler auch mal die Perspektive von Autofahrern im Verkehr ein. APA/Gindl/Archiv
Mit Go-Karts nehmen Schüler auch mal die Perspektive von Autofahrern im Verkehr ein.

Der Straßenverkehr birgt für Kinder ein Unfallrisiko. Etwa die Hälfte der Unfälle, bei denen Kinder bis 14 Jahre verletzt werden, passiert auf den Straßen. Auf konstantem Niveau. Vor allem die Polizei macht Kinder in den Schulen verkehrsfit – indem sie die Kleinen direkt mitmachen lässt.

Die Polizei spielt bei der Verkehrserziehung eine wesentliche Rolle. Polizisten gehen in die Schulen, gehen mit den Kids an die Gefahrenstellen auf den Straßen und lassen sie als Kinderpolizisten in eine Vorbildrolle schlüpfen.

1. Schritt: Gefahren vor Ort erkunden

Das Programm beginnt in den ersten Schulstufen. Von der Vorschule bis in die zweite Klasse der Volksschule stehen vor allem Lehrausgänge an, wie Polizeisprecherin Verena Rainer im S24-Gespräch berichtet. Man ist direkt vor Ort, wo die Gefahren im Verkehr lauern: Auf den Straßen, Bahnübergängen und dem Zebrastreifen. Begleitet wird die Verkehrserziehung von der Aktion "Nein, ich steig nicht ein", wo es darum geht, nicht in die Fahrzeuge Fremder einzusteigen und auch etwaige Versuche zu melden. Auch mit "Mach dich sichtbar" wird im ersten Schuljahr begonnen. Welche Farben sorgen für Sichtbarkeit, was bewirken Reflektoren: Mit praktischen Beispielen erarbeiten sich die Schüler ihr Wissen dazu.

2. Schritt: Kinderpolizist als Vorbild für Jüngere

In der dritten Klasse lernen Schüler, auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Sie können dann Kinderpolizist werden. Mit dem Zweck, für andere ein Vorbild zu sein. Um Kinderpolizist zu werden, müssen sich die Kinder bewerben. Nach einem Aufnahmetest werden sie mit einem Kinderpolizei-Ausweis belohnt. Beim Radeln einen Helm tragen, nicht bei Rot über die Ampel gehen und Konflikte ohne Rauferei lösen: Von den Kinder-Polizisten wird erwartet, dass sie es den jüngeren Kindern richtig vorleben.

Im Verkehrserziehungsgarten im Stölzlpark in der Stadt Salzburg können Kinder dazu in die Rolle von echten Autofahrern schlüpfen. Mit Go-Karts geht es über die Miniaturstraßen, sie müssen sich an Ampeln halten und auf Fußgänger achten.

3. Schritt: Mit dem Rad auf die Straße

In der vierten Schulstufe geht es für die Schüler dann in den richtigen Verkehr. Das ganze Schuljahr stünde laut Rainer hauptsächlich im Zeichen der Radfahrprüfung. Am Ende des Schuljahres müssen die Kinder beweisen, dass sie sich an die Verkehrsregeln halten – und dürfen nach bestandener Prüfung ganz allein über die Straßen düsen.

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