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Verstöße gegen das Verbotsgesetz: Zu zwei Jahren teilbedingter Haft verurteilt

Der Salzburger muss acht Monate in Haft, die restlichen 16 Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt. Neumayr/MMV
Der Salzburger muss acht Monate in Haft, die restlichen 16 Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung und Verstößen gegen das Verbotsgesetz, gefährlicher Drohung und schwerer Körperverletzung ist ein 30-jähriger Salzburger am Freitag am Landesgericht Salzburg zu 24 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden.

Acht Monate davon muss der Mann im Gefängnis absitzen. Er hat im Vorjahr in Salzburg vor Passanten und Polizisten "Heil Hitler" und ausländerfeindliche Parolen gerufen.

Elektriker bedrohte Polizisten

Der gelernte Elektriker verstieß dem Urteil des Geschworenengerichtes (Vorsitz: Richterin Bettina Maxones-Kurkowski) zufolge mit seinem Verhalten gegen Paragraf 3g des Verbotsgesetzes. Zudem habe er einen Polizisten mit dem Umbringen bedroht und verletzt.

Der Angeklagte zeigte sich bei dem zweitägigen Prozess großteils geständig, schob aber die Schuld seinem Alkoholkonsum zu. Nüchtern sei er ein friedlicher Mensch, "ich bin kein Neonazi", beteuerte er.

Mehrfache Verstöße gegen das Verbotsgesetz

Staatsanwalt Marcus Neher lastete dem 30-Jährigen vier Vorfälle in der Öffentlichkeit an. Der Mann habe auch mehrmals den rechten Arm zum "Hitler Gruß" erhoben, sagte Neher. Der Verurteilte muss nun wegen seiner Alkoholprobleme eine Therapie absolvieren. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. (APA)

(Quelle: S24)

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