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Videokameras überwachen Poller in der Salzburger Altstadt

Seit rund eineinhalb Jahren sorgen versenkbare Poller bei insgesamt 13 Einfahrten für weniger Verkehr in der Salzburger Altstadt. Die Poller wurde of beschädigt, und in einigen Fällen begingen die Lenker Fahrerflucht. Am Freitag gingen daher Videokameras in Betrieb, die bei Unfällen die Kennzeichen aufzeichnen.

"Die neuen Videokameras sind dazu da, um einen potenziellen Unfallvorgang aufzuzeichnen, um damit die Schuldfrage zu klären und bei Fahrerflucht den Lenker ausforschen zu können", erklärte Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) bei der Inbetriebnahme der Videokameras am Mozartplatz.

Videokameras schalten sich automatisch ein

Fährt ein Auto über die Induktionsschleife, schalten sich die Videokameras automatisch ein und zeichnen die Durchfahrt auf. Passiert nichts, so wird die Aufzeichnung sofort wieder gelöscht. Ereignet sich aber ein Unfall, so werden die Aufnahmen gespeichert und dienen der Beweissicherung. Wie von der Datenschutzkommission verlangt, sind auf den Videos keine Gesichter zu sehen.

Videokameras auch in der Kaigasse geplant

Ein großes Problem stellt in Salzburg die Fahrerflucht dar: "120.000 Euro Außenstände sind noch offen. Rund 70 Prozent der Fahrerfluchtfälle passieren bei den Einfahrten Michaelitor und Kaigasse. Aus diesem Grund sind weitere Videokameras in der Kaigasse geplant. Höchstwahrscheinlich gehen diese noch im Dezember in Betrieb", so Padustch.

Stadt zahlt 66.000 Euro für Videokameras

Die Kameras am Mozartplatz kosten rund 40.000 Euro, die geplanten Videokameras in der Kaigasse rund 26.000 Euro. "Langfristig gesehen ist die neue Technologie in der Lage, die bisher eingesetzte Fernbedienung zu ersetzen. Die Poller würden dann per Kennzeichen-Erkennung rauf- und runterfahren. Dazu gibt es aber bisher noch keine politische Abstimmung", sagte der Stadtrat. Rund zweieinhalb Monate hat die Entwicklung der Kameras gedauert. In der Nacht schaltet die Kamera auf infrarot um, dadurch bleibt das Kennzeichen sehr gut erkennbar, da die Lichter durch einen Filter runtergeregelt werden. Die Überwachungseinrichtung hat aber offenbar auch eine abschreckende Wirkung: In dem Monat, in dem die Videokameras bereits montiert, aber noch im Probebetrieb waren, seien merklich weniger Unfälle passiert, da kaum noch jemand nachgefahren sei, erklärte Alexander Kerschbaumer von der Firma Siemens.

Acht Videokameras beim Michaelitor

Insgesamt acht Vidokameras kommen bei der Einfahrt Michaelitor zum Einsatz: "Wir haben hier zwei Fahrspuren, die Ein- und Ausfahrt, bei denen jeweils vier Kameras eingesetzt werden. Es gibt eine Kamera, die von vorne, von hinten und von der Seite filmt und eine weitere, die die Ampelstellung aufzeichnet, was für die Beweissicherung notwendig ist", erklärte Andreas Ratschenberger von der Firma Siemens. Seit der Inbetriebnahme der Poller vor eineinhalb Jahren ereigneten sich 280 Unfälle an den 13 Einfahrten: "Mehr als 40 Prozent der Unfälle passierten am Mozartplatz, an zweiter Stelle liegt die Kaigasse, an dritter der Uniplatz", sagte Poller-Projektleiter Christian Morgner. Der durchschnittliche Schaden beträgt rund 2.500 Euro. (APA)

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(Quelle: S24)

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