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Von "Pferdebahn" bis Obus

Die Geschichte der Salzburger Öffis

Von der Pferdestraßenbahn über die „gelbe Elektrische“ bis zum heutigen Obus: Die Geschichte des Nahverkehrs in der Stadt Salzburg geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Anlässlich der Ankündigung der Politik, Salzburg bekäme nun tatsächlich eine "Mini-U-Bahn", haben wir uns angesehen, wie sich die Öffis entwickelt haben.

Die Pläne für eine Stadtregionalbahn in der Stadt Salzburg werden immer konkreter. Schon einmal gab es ein schienengebundenes Verkehrsmittel, das sich durch Salzburg schlängelte. Allerdings oberirdisch. Ein Rückblick auf die verschiedenen Stationen des Nahverkehrs in der Mozartstadt.

Nahverkehr beginnt mit Pferdebahn

Die Geschichte des städtischen Nahverkehrs in Salzburg geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Zwischen 1887 und 1908 wurde eine Pferdestraßenbahn, kurz Pferdebahn, betrieben, die anfangs vom Salzburger Hauptbahnhof bis zum Bazar fuhr. Ab 1892 wurde dann eine neue Pferdetramwaystrecke in Betrieb genommen. Die Strecke verlief vom Bahnhof über die Schwarzstraße durch Salzburgs Innenstadt bis zum Kapitelplatz und ins Nonntal. Ab 1893 war über eine Gemeinschaftsstrecke mit der Lokalbahn auch die Gaisbergbahn-Talstation Parsch angeschlossen. Am 30. September 1908 wurde die Pferdebahn schließlich eingestellt.

 

Stadtbahn in Salzburg "elektrisierte"

Ein Jahr später bekam Salzburg mit der so genannten Stadtbahn ein erstes modernes elektrisches Nahverkehrsmittel. In Etappen wurde die Strecke vom Hauptbahnhof über die Neustadt in die Altstadt geführt und 1916 bis in den Stadtteil Riedenburg verlängert. Für die Stadtteile Maxglan, Gnigl und Schallmoos wurden weitere Verlängerungen der Stadtbahn geplant, jedoch nicht realisiert. So konnte sich die Linie der „Gelben“, wie die Straßenbahn aufgrund der Farbe ihrer Wagen genannt wurde, aber nie zu einem Verkehrsnetz entwickeln.

Obus löst Stadtbahn ab

Im Jahr 1940 wurde die Stadtbahn schließlich vom modernen Obus (Oberleitungsomnibus), auch „Trolleybus“ genannt, abgelöst. Am 1. Oktober 1940 wurde die erste Teilstrecke Sigmundsplatz-Maxglan eröffnet. Die Obus-Strecke führte durch die Salzburger Altstadt über den Universitätsplatz und durch den Ritzerbogen zum Hauptbahnhof. Damit hieß es nach und nach von der „Gelben Elektrischen“ Abschied nehmen. Die Stadtbahn verkehrte ab dem 24. Oktober nur mehr zwischen der Haltestelle Platzl und dem Bahnhof, bis sie schließlich am 5. November 1940 komplett eingestellt wurde. Ihre letzte Fahrt hatte die Stadtbahn um exakt 22.50 Uhr.

Vom 5. November 1940 hatten die Obusse in der Stadt Salzburg Vorrang und wurden bis heute von keinem anderen öffentlichen Verkehrsmittel ersetzt. Die erste „Remise“ der Obusse befand sich im Toskanihof. Die Fahrzeuge mussten von dort mit einem Traktor zum Sigmundsplatz abgeschleppt werden, um sie dann dort an die Oberleitung anschließen zu können. Die erste Werkstätte war übrigens im späteren kleinen Festspielhaus, dem heutigen Haus für Mozart, untergebracht. Die städtischen Obusse entwickelten sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem attraktiven Verkehrssystem, das Liniennetz wurde bis heute in alle Stadtteile ausgebaut.

(Quelle: SALZBURG24)

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