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Wahlkampfauftakt zur Bürgermeisterwahl 2017: 200.000 Euro für SPÖ-Bürgermeistersessel

Im Bild: Bürgermeisterkandidat Bernhard Auinger (Mitte) mit Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer und Bezirksvorsitzendem Michael Wanner. SALZBURG24/Schuchter
Im Bild: Bürgermeisterkandidat Bernhard Auinger (Mitte) mit Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer und Bezirksvorsitzendem Michael Wanner.

„Er ist jung, neu, unverbraucht und innovativ“, so wird der rote Bürgermeisterkandidat am Tag des Wahlkampfauftaktes bejubelt. Bernhard Auinger ist 43 Jahre alt, seit 2005 im Salzburger Gemeinderat und konnte in den vergangenen Wochen seinen Bekanntheitsgrad von 30 auf 70 Prozent steigern. Er startet als erster von sechs Kandidaten in den Wahlkampf.  

Die Wahlplakate der Nationalratswahl sind noch nicht einmal alle weg, startet in der Mozartstadt auch schon ein neuer Wahlkampf: Die Bürgermeisterwahl. Rund 100.000 Wähler sind am 26. November aufgerufen, den künftigen politischen Weg der Mozartstadt mitzubestimmen. Die SPÖ startet mit Bernhard Auinger als erste Partei ins Rennen und feiert Dienstagabend ihren Wahlkampfauftakt im Urbankeller.

200.000 Euro für SPÖ-Bürgermeistersessel

Mit einem Budget von 200.000 Euro will die Stadt-SPÖ Bernhard Auinger zum Bürgermeister machen. Mit diesem Geld will man den 43-jährigen zweifachen Familienvater, der laut SPÖ derzeit einen Bekanntheitsgrad von 70 Prozent hat, noch bekannter machen. Dabei setzt man in erste Linie auf massenhaft Plakate und ein bisschen Social Media. Der Wahlkampf selbst soll „sauber und positiv“ werden, verspricht Bezirksvositzender GR Michael Wanner angesichts der Ereignisse beim vergangenen Nationalratswahlkampf.

Auinger will bei Niederlage komplett aus Politik ausscheiden

Klares Ziel sei der Bürgermeistersessel, lässt Auinger die Medienvertreter wissen. Sollte er es nicht in die Stichwahl schaffen, werde er komplett aus der Politik ausscheiden. Sollte er aber in die Runde der besten zwei Kandidaten gelangen und dann verlieren, sei er auch bereit, als Vizebürgermeister weiterzuarbeiten. "Aber damit beschäftige ich mich nicht“, so Auinger. Steigt Auinger hauptberuflich in die Politik ein, muss er seinen bisherigen Job bei der Porsche Holding („den ich immer sehr gerne gemacht habe“) an den Nagel hängen. Ein Rückkehrrecht sei nicht möglich.

Bernhard Auinger will Salzburg zur Nummer 1 machen

Auingers erklärtes Ziel ist es, „Salzburg zur Nummer 1 machen“. Wie das gehen soll, hat er bereits Anfang September mit seinem Sieben-Punkte-Plan (SALZBURG24 hat berichtet) präsentiert und am Dienstag noch einmal bekräftigt. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Besonders am Herzen liegt Auinger das Thema Verkehr. So spricht er sich etwa für eine Radausbauoffensive sowie den Ausbau und die Verdichtung des Obusnetzes aus. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Heinz Schaden, will Auinger die viel diskutierte Stadtregionalbahn nicht kategorisch ablehnen und zeigt sich gesprächsbereit und für neue Vorschläge offen. Richtig nach vorne prescht der Porsche-Betriebsratsvorsitzende aber in Sachen Elektromobilität: „Ich möchte Salzburg zur Elektromobilitäts-Hauptstadt machen.“

Ein weiteres Versprechen im Fall seiner Wahl zum Bürgermeister ist die Errichtung von insgesamt 400 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2020. Dadurch steige nicht nur die Betreuungsquote um rund 60 Prozent, es würden auch rund 100 neue Arbeitsplätze für Pädagoginnen und Pädagogen geschaffen werden.

Im sozialen Bereich soll die Stadt Salzburg – wie berichtet – selbst den Bau von Mietwohnungen übernehmen. Daneben sollen bestehende Wohnanlagen verdichtet und Projekte wie die Sieben-Euro-Mietwohnung realisiert werden.

Mehrheitlich bereits bekannt sein dürfte Auingers Kampf für die Erweiterung des Europarks. „Mit mir als Bürgermeister wird es einen Ausbau geben“, sagte er am Dienstag kämpferisch. Dass die Auseinandersetzung mit dem Land Salzburg – allen voran LHStv. Astrid Rössler – nicht leicht werde, sei ihm durchaus bewusst. Das viel diskutierte Thema könnte sich aber bereits mit der Landtagswahl im Frühjahr 2018 von selbst erledigt haben.

Sechs Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl an

Die Bürgermeisterwahl wurde notwendig, weil Stadtchef Heinz Schaden in einem Nebenaspekt des Finanzskandals nicht rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Insgesamt treten sechs Kandidaten bei der um ein Jahr vorverlegten Wahl an. In der Landeshauptstadt gab es seit 1954 insgesamt neun Bürgermeister. Davon kamen zwei aus der ÖVP und sieben aus der SPÖ.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.12.2019 um 12:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/wahlkampfauftakt-zur-buergermeisterwahl-2017-200-000-euro-fuer-spoe-buergermeistersessel-57200542

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