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Warum Mountainbiker:innen Trail am Gaisberg brauchen

"Ich fahre illegal, weil es anders nicht möglich ist"

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In und um die Stadt Salzburg gibt es keinen einzige legale Mountainbike-Abfahrt, das will der Mountainbike-Verein Salzburg ändern. 

In und um die Stadt Salzburg gibt es keinen einzigen legalen Mountainbike-Trail. Abhilfe sollte hier die Abfahrt am Gaisberg schaffen, doch viele unterschiedliche Interessengruppen erschweren die Umsetzung. Wir haben mit Andreas Hörlsberger vom Mountainbike-Verein Salzburg im Podcast über die aktuelle Situation am Salzburger Hausberg gesprochen.

Salzburg

Während im Bundesland Salzburg vor allem die Skigebiete als Paradies für Mountainbiker:innen gelten, stellt sich die Landeshauptstadt hier als genaues Gegenteil dar. Trotz Fahrrad-Booms und Trends zum Bergsport gibt es rund um die Stadt Salzburg weiterhin keinen einzigen befahrbaren Trail und für Mountainbiker:innen somit auch keine Möglichkeit, den Sport legal ausüben zu können.

Mountainbiking zweitgrößte Bergsportart

Dabei wären legale Abfahrten im Raum Salzburg dringend notwendig. Einer Umfrage des Alpenvereins zufolge ist Mountainbiking die zweitgrößte alpine Sportart (hinter Wandern und Bergsteigen). Entsprechend viele "Berg-Radler" gibt es also.

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Andreas Hörlsberger ist 2. Obmann beim Mountainbike-Verein Salzburg und setzt sich für die Anliegen der Mountainbiker:innen ein.

Kommt Trail auf dem Gaisberg?

Schon seit einigen Jahren ist deshalb ein Trail auf dem Gaisberg in der Stadt Salzburg im Gespräch. Nach vielen Gesprächen fand man hier eine Möglichkeit zur Umsetzung, die Bauarbeiten könnten im September starten, hieß es seitens der Stadt Salzburg noch im Frühling. Doch derzeit "sieht es wieder schwierig aus", wie Andreas Hörlsberger vom Mountainbike-Verein Salzburg im Podcast mit SALZBURG24 verrät.

 

Verein als Sprachrohr für Salzburger Mountainbiker:innen

Der Verein, der Sprachrohr für die Interessen der mittlerweile knapp 400 Mitglieder sein will, hat also noch viel Arbeit vor sich. Wichtig dabei sei auch gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis, wie Hörlsberger weiter ausführt: "Meine Idealsituation wäre ein Miteinander von Wanderern und Bikern" und verweist auf Erfahrungswerte aus anderen Ländern.

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Andreas Hörlsberger führt mit dem Mountainbike Verein Salzburg geführte Touren sowie Techniktraings durch und informiert über das richtige Verhalten am Trail.

Mountainbiker gestalten Gaisberg-Trail mit

Seit mehr als zehn Jahren gibt es in der Stadt Salzburg Diskussionen und Gespräche über einen Mountainbike-Trail am Gaisberg. Nun scheint dieser greifbarer denn je. Welche Schwierigkeiten es bei der …

Wie gelingt Miteinander am Berg?

Der Mountainbike-Sport boomt genauso wie andere Aktivitäten am Berg. Neue Entwicklungen wie etwa E-Bikes befeuern diesen Trend noch weiter. Um eine Auseinandersetzung darüber, wie künftig das Miteinander am Berg gelingt, wird man also nicht herumkommen.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 04.10.2022 um 06:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/warum-mountainbike-trail-am-gaisberg-so-wichtig-ist-127282450

Kommentare

RoW

Wie viele verletzte Wanderer durch wie wild vom Berg krachende Radfahrer gibt es denn im Jahr in Österreich? Es gibt wenige schlechte Beispiele, der Großteil der anderen Biker kommt mit dem Großteil der Wanderer gut aus. Ein kleiner Teil der Wanderer fühlt sich allein durch die Anwesenheit eines Bikers am Weg bedroht und pflegt dieses Feindbild gerne und gut. Mit gegenseitigem Respekt und rücksichtsvollem Benutzen wäre ein Nebeneinander problemlos möglich - und ich meine hier wirklich beide Seiten. Komisch... bei anderen Themen für sich alle Freiheiten in Anspruch nehmen wollen, aber kein Problem damit haben, die Freiheiten anderer ggf. beschränken zu wollen?

StefanNiedermayer

Da gibt´s doch jetzt ein ausrangiertes Skigebiet in der Nähe von Salzburg... vielleicht könnte man sich dort mit einem Angebot für Mountainbiker etablieren? Dass die Bergradler ohne Genehmigung wie wild vom Berg runter krachen, dafür habe ich aber kein Verständnis! Wenn die sich selber gefährden wollen, bitte! Aber da gibt es immer noch andere auf dem Berg: Wanderer (auch mit Kindern!!!), Wildtiere... Die haben das Recht nicht gefährdet zu werden! Ich hoffe, dass es bald ein Lösung gibt... und auch, dass den Gipfel(runter)stürmern der Weg in das abgehalfterte Skigebiet dann nicht zu weit sein wird!!!

Curame

Ich möchte auch eine Lanze für die Mountainbiker brechen, und das als erklärter Radfahrerhasser. Ich bin viel mit meinem Hund am Gaisberg und auch auf anderen Bergen unterwegs und Mountainbiker sind durch die Bank freundlich und rücksichtsvoll, im Gegensatz zu Rennradfahrern auf gemischten Geh und Radwegen. Egal wie eng der Weg auch war, wo es zu Begegnungen kam, die warten immer oder weichen aus, es wird gegrüßt und jeder geht seiner Wege. Ich hatte noch nie das Gefühl, gefährdet zu sein. Also lasst sie fahren, wenn jeder ein bissl Rücksicht nimmt kann das Leben so einfach sein.

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