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Was die Polizei für Opfer von Einbrüchen macht

Mit ebenerdigen Fenstern haben Einbrecher oft leichtes Spiel. APA/Pfarrhofer/Archiv
Mit ebenerdigen Fenstern haben Einbrecher oft leichtes Spiel.

Am Wochenende gab es in Salzburg eine Reihe von Einbrüchen. Wer Opfer eines Einbruches wurde oder sich absichern will, kann sich Hilfe bei der Präventionsabteilung der Polizei Salzburg holen. Hier lest ihr, was die Beamten tun und wie ihr günstig für mehr Sicherheit in euren vier Wänden sorgen könnt.

Sieben Einbrüche und zwei Einbruchsversuche am Samstag und Sonntag: Einbrüche häufen sich gerade wieder. Opfer von Einbrüchen fühlen sich oft besonders unsicher. Damit sich Menschen in ihrem Haus oder ihrer Wohnung dann wieder wohlfühlen können, tritt nach Einbrüchen automatisch die Abteilung für Opferhilfe und Prävention der Polizei auf den Plan.

Einbruchsopfer: Es geht auch darum, "sich wieder sicherer zu fühlen"

Die Beamten um Robert Meikl, dem Leiter der Präventionsabteilung, kommen in die Wohnung der Betroffenen und führen eine „Situationsanalyse“ durch. Welche Fenster und Türen sind verbaut, wie viele Leute gehen aus und ein, wie ist der Bauzustand des Hauses, wie viel Geld für Sicherheitseinrichtungen hat jemand zur Verfügung: Die Beamten sehen sich die Gebäude und Lebensumstände von Einbruchsopfern genau an und geben Tipps, wie sie sich besser absichern können. Dabei ginge es nicht nur um technische Sicherheitseinrichtungen, wie Meikl im Gespräch mit SALZBURG24 erklärt. Sondern auch darum, dass „sie sich wieder sicherer fühlen“, sagt Meikl. Mitunter komme es zu Traumatisierungen. Für weitere Beratungen vermittelt die Polizei etwa an den Weißen Ring.

Sicherheitsfenster: Viel Schutz für wenig Mehrkosten

Als Hauptangriffsstellen der Einbrecher macht Meikl ebenerdige Fenster und Terrassentüren aus. Sie seien leicht zugänglich und oft in wenigen Minuten zu knacken. Einbruchssichere Fenster mit Sicherheitsglas und sogenannten Pilzzapfenverriegelungen „sind nur schwer überwindbar“, in der Praxis bliebe es hier meist beim Einbruchsversuch, meint Meikl. Fenster der Widerstandsklasse 2 (ÖNORM B 5338 und EN 1627-1630) würden bereits wesentlich besser vor Einbrüchen schützen. Bei überschaubaren Mehrkosten von etwa 25 Prozent – je nach Marke, wie Meikl schätzt.

Wer sich zur Sicherheit seines Eigenheimes beraten lassen will, kann die Präventionsabteilung über den Journaldienst des Landeskriminalamtes Salzburg (059 133 50 33 30) oder über jede Polizeiinspektion erreichen. Etwa 1.000 Mal im Jahr werden die Beratungen in Anspruch genommen. Robert Meikl und seine Mitarbeiter sind dazu auf der „Bauen und Wohnen“-Messe ab 8. Februar im Messezentrum Salzburg vertreten und beraten Interessierte vor Ort.

(Quelle: S24)

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