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Weiterhin erhebliche Lawinengefahr in Salzburg: Straßen gesperrt

Die Lawinengefahr in Salzburg ist weiter erheblich. (Symbolbild) APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Die Lawinengefahr in Salzburg ist weiter erheblich. (Symbolbild)

Wegen erheblicher Lawinengefahr sind am Freitagvormittag einige kleinere Gebirgsstraßen im Bundesland Salzburg noch immer gesperrt gewesen. Betroffen von der Sperre waren die L264 zwischen Stubach und Schneiderau und die B165 zwischen Rankental und Ronach im Pinzgau. Es bestand die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen.

Die Lawinenkommissionen werden die Lage am Vormittag neu beurteilen und dann entscheiden, ob gegebenenfalls die Straßensperren aufgehoben werden, sagte ein Verkehrspolizist zur APA. Nach den gestrigen starken Schneefällen, den ansteigenden Temperaturen und den einsetzenden Regenfällen bis auf 2.000 Meter Seehöhe war die Situation teilweise noch angespannt.

Schneekettenpflicht im Pinzgau, Lungau und Pongau

Allgemeine Schneekettenpflicht gab es am Freitagvormittag aufgrund von Schneeglätte auf der Hochkönigstraße über den Dientner Sattel, über den Filzensattel, auf der alten Gerlos Straße B165 zwischen Wald im Pinzgau und der Passhöhe, auf der B99 von St. Michael über den Katschberg, auf der L112 über die Rauriser Höhe und auf der L266 in Embach für eine acht Kilometer lange Strecke.

Straßen wegen Lawinengefahr gesperrt

Am Donnerstagabend herrschte im Gebirge noch teils große Lawinengefahr. Die B99 wurde von 20.00 Uhr bis Freitag um 8.00 Uhr zwischen Obertauern und Mauterndorf für den Verkehr gesperrt, ebenso die Tauernautobahn (A10) zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr in beiden Fahrtrichtungen wegen Lawinensprengungen bei Flachau. Eine zweite Sperre der A10 in diesem Bereich erfolgte laut Polizei von 23.00 bis 24.00 Uhr wegen des Abtransportes von beschädigten Fahrzeugen nach einem Unfall bei der Tauernalm in Fahrtrichtung Salzburg.

Zurückhaltung und Umsicht in den Bergen

Am Freitagvormittag bestand laut dem Lawinenlagebericht für Salzburg ab der Waldgrenze aufwärts verbreitet erhebliche Lawinengefahr (Stufe drei der fünfstufigen Skala, Anm.), in den Nockbergen überwiegend mäßige Lawinengefahr (Stufe zwei). "Zurückhaltung und umsichtiges Verhalten ist angesagt", wurde den Wintersportlern nahe gelegt. Bis 2.000 Meter Seehöhe hinauf gebe es zehn bis 30 Zentimeter nassen Neuschnee, der teilweise noch von selber abgehen könne. Noch heikler war die Situation ab 2.000 Meter Seehöhe. "Dort gibt es 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee und labile Triebschneepakete, die teilweise noch durch geringen Impuls auslösbar sind. Gefahrenstellen sind kammfern und in Waldnähe nicht immer leicht zu erkennen", so der Lawinenlagebericht.

Durch den Neuschnee sind vor allem Nassschneelawinen möglich. Sie können schon durch sehr geringe Impulse ausgelöst werden.

Sonne und Nebel am Wochenende in den Bergen

Am Freitag ist es anfangs bewölkt mit abklingendem leichten Regen bis auf 2000 Meter hinauf. In den südlichen Gebirgsgruppen (Tauern, Nockberge, Oberpinzgau) lockert es auf, tagsüber kann es dort ein paar Stunden sonnig sein. In den Nordalpen überwiegen hingegen Wolken mit Nebel in den Gipfelbereichen. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West, wird tagsüber aber schwächer. Auf 2000 Metern hat es milde null Grad, auf 3000 Metern um die -5 Grad.

Die Nacht ist teilweise klar, am Samstag bleibt es trocken und oft sonnig. In den Tallagen halten sich Nebelfelder, im Flachgau und Lungau hartnäckige tiefe Wolken. Es wird leicht föhnig, der erreicht 30 bis 40 km/h, in den Hohen Tauern bis zu 70 km/h.

(APA/SALZBURG24)

(Quelle: S24)

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