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Handlungsbedarf

Frauenförderplan von Salzburgs Firmen gefordert

Aufholbedarf in Führungspositionen

Zum internationalen Frauentag am 8. März erstrahlte das Schloss Mirabell in der Stadt Salzburg wieder in Pink, als Zeichen der Stärkung für alle Mädchen und Frauen. Der Tatsache, dass Frauen in technischen Berufen und in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert sind, sind sich die Stadtregierungsmitglieder Anja Hagenauer (SPÖ), Barbara Unterkofler (ÖVP) und Martina Berthold (Bürgerliste) aber bewusst.

Salzburg

"Frauen haben in der Pandemie, angefangen im Handelssektor über die Pflege bis hin zur Kinderbetreuung im Home-Schooling, Außergewöhnliches geleistet", hält Anja Hagenauer (SPÖ), zuständig für Frauen-Agenden, fest.

Die Corona-Krise werfe die Gleichstellung von Männern und Frauen aber leider zurück. "Solange der Equal-Pay-Day jedes Jahr noch früher stattfindet, Frauen in Top-Führungspositionen kaum präsent sind, aber nach wie vor die Hauptverantwortlichen für die (Angehörigen-)Pflege sind, kämpfe ich weiter für die Gleichbehandlung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Um einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen, fordere ich innerhalb eines Jahres einen Frauenförderplan – wie ihn beispielsweise schon die Salzburg AG vorbildhaft ausgearbeitet hat – von allen Unternehmen, an denen Stadt und Land beteiligt sind, wie etwa der gswb oder der Salzburg Messe."

Mehr Frauen in Führungspositionen

Martina Berthold, Baustadträtin in der Stadt Salzburg, sieht noch großen Handlungsbedarf bei Frauen in Führungspositionen. „In der Bauabteilung und der Städtischen Immo-biliengesellschaft SIG arbeiten Architektinnen, Bauleiterinnen, technische Sachbearbeiterinnen, Objekt- und Projektmanagerinnen. Von den insgesamt 19 Leistungspositionen sind nur zwei mit Frauen besetzt – und das auf der untersten Führungsebene. Weder die Abteilung noch eines der vier Ämter wird von einer Frau geleitet“, fasst Berthold zusammen. „Gleichstellung schaut anders aus. Daher sehe ich es als meine Aufgaben und die Verantwortung aller Führungskräfte, Frauen zu ermutigen, ihre Stärken selbstbewusst zu leben und sich auf der Karriere- oder Bauleiter nicht einbremsen zu lassen. Das ist Empowerment."

Frauen tragen die Mehrbelastung

Bürgermeister-Stv. Barbara Unterkofler (ÖVP) setzt vor allem darauf, dass Frauen Selbstvertrauen in ihr eigenes Können haben: "Mit Selbstbewusstsein, Kompetenz und Vertrauen in das eigene Können stehen euch die Türen offen. Der Spagat zwischen Home-Schooling und Beruf bzw. Home-Office in Zeiten der Corona-Krise hat gezeigt, dass gerade Mütter in der Gesellschaft zum Teil große Mehrbelastungen stemmen müssen. Der Internationale Frauentag sollte Anlass sein, allen Frauen für ihr Engagement zu danken, das gesellschaftlich gar nicht zu hoch eingeschätzt werden kann", so Unterkofler.

(Quelle: SALZBURG24)

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