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Wie alte Semmeln zu Bier werden

Dieter-Erich Schranz (li.) und Reinhold Barta setzen auf nachhaltige Zusammenarbeit. Interspar/evatrifft
Dieter-Erich Schranz (li.) und Reinhold Barta setzen auf nachhaltige Zusammenarbeit.

Aus Alt mach Neu oder aus Brot mach Bier. Das Brauhaus Gusswerk am nördlichen Rand der Stadt Salzburg verarbeitet alte Semmeln und Kornspitz zu Bier. Damit will man ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen.

Bereits die alten Ägypter erkannten das Potential dieses Getränks und brauten Brotbier. Bierbrauer sowie Bäcker bauen seit jeher auf dieselben Zutaten. Auch heute teilen sich Bier und Brot noch die grundlegenden Inhaltsstoffe wie Hefe, Getreide und auch Wasser.

Gusswerk und Interspar kooperieren

Für das naturtrübe Bio-Brotbier aus dem Hause Gusswerk werden Bio-Handsemmeln und Bio-Kornspitzvon Interspar verwendet. "Die Interspar-Bäckerei ist die größte Handwerksbäckerei im österreichischen Lebensmittelhandel und produziert als solche auch das eine oder andere Brot oder Semmel zu viel. Aus diesem Grund wurde eine innovative Idee geboren, wie die Überproduktion an Gebäck sinnvoll verwendet werden kann", erklärt Bäckereileiter Dieter-Erich Schranz am Montag in einer Aussendung die Motivation hinter dem Brotbier.

Salz im Salzburger Bier

"Vollmundiges Brotbier zu brauen ist eine Herausforderung. Der Salzgehalt im Brot wirkt sich auch auf das Bier aus, aber das ist für Salzburger nichts Neues. Bereits zu Mozarts Zeiten wurde in Salzburg nämlich Salz in das Bier gegeben", weiß Braumeister Reinhold Barta von der Brauerei Gusswerk. "Zudem entsteht durch die Brotkruste eine leicht karamellige Note, die dem Brotbier den charakteristischen Geschmack verleiht", erklärt der Gault Millau "Braumeister des Jahres 2017". Erhältlich ist das Bier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent bei Spar.

Aufgerufen am 19.12.2018 um 11:13 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/wie-alte-semmeln-zu-bier-werden-60316762

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