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Salzstreuverbot beachten

Winterdienst fühlt sich gut gerüstet

Temperaturen in Salzburg werden frostig

winterdienst2.jpg FMT-Pictures/MW/Archiv
Der Winterdienst des städtischen Bauhofs dauert in der Regel von 1. November bis 31. März.

Zwei Frauen und 198 Männer stehen im Bauhof der Stadt Salzburg für den Einsatz auf den winterlichen Straßen bereit. Mit 102 Fahrzeugen und vielen Kleingeräten werden die Straßen geräumt, bestreut und Tonnen von Schnee mit den Lkw weggebracht. Vieles könne dabei nur mit kräfteraubender Handarbeit erledigt werden.

Salzburg

Sobald es richtig kalt ist, stürmt und schneit, wird im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet, damit die Salzburger Straßen und Wege sicher benutzen können.

Reihenfolge der Schneeräumung

Die Reihenfolge ist in klaren Richtlinien festgelegt: Zuerst werden Obus-Linien und Hauptstraßen (Bundes- und Landesstraßen) geräumt, danach die Fahrrad-Hauptrouten. Es folgen Nebenstraßen, Fußgängerzonen, Bergstrecken (Stadtberge), Geh- und andere Radwege. Insgesamt 450 Straßen- und über 180 Geh- und Radwegkilometer werden von Eis und Schnee befreit. Natürlich erfolgt die Besetzung der Fahrzeuge unter Einhaltung der geltenden Regeln.

Vorbereitungen auf strengen Winter

Der Winterdienst des städtischen Bauhofs dauert in der Regel von 1. November bis 31. März. Damit der tatsächliche Winterstart nicht zur Überraschung wird, verlässt sich die städtische Winterdienst-Zentrale auf die 24-Stunden-Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Winterdienst Salzburg, Bauhof Strobl-Schilcher/ Stadt Salzburg
Der Winterdienst in der Stadt Salzburg ist einsatzbereit.

Ob eine kleine Partie oder das ganze Team zum Streudienst oder zur Schneeräumung ausrückt, die Schnelligkeit bleibt in jedem Fall gleich: Nur 20 bis 50 Minuten vergehen vom Anruf bis zum Einsatz.

Schnee und Eis auf Straßen

In manchen Fällen wird dabei sogar die Witterung „überholt“. Denn die Temperatur-Messpunkte der ZAMG zeigen auch an, wo es bald rutschig werden dürfte. Diese potentiellen Gefahrenstellen können so präventiv und punktgenau auch durch Streuen mit Sole, einem Salz-Wasser-Gemisch, entschärft werden.

Salzstreuverbot hat Ausnahmen   

2.000 Tonnen Splitt und 1.400 Tonnen Salz sind für den Winterdienst 2020/21 eingelagert. „In der Salzstreuverordnung der Stadt ist der Umgang mit Auftaumitteln sehr genau geregelt. Salz kommt - abgesehen von verordneten Ausnahmen – nur auf Hauptstraßen mit Obus-Linien zum Einsatz. Dank modernster Streutechnik können wir dabei den ohnehin schon sehr reduzierten Einsatz von Salz noch viel effizienter gestalten. Bestens bewährt hat sich die Bestreuung mit Sole. In unserer Soleanlage können wir jederzeit 16.000 Liter produzieren“, erläutert Winterdienst-Leiter Christian Bleibler den Salzeinsatz.

Pflichten für Anrainer

Auch Eigentümer von Liegenschaften müssen laut Straßenverkehrsordnung in der Zeit von 6 bis 22 Uhr für Sicherheit sorgen. Nicht nur der Gehsteig vor dem eigenen Haus muss geräumt und Splitt gestreut werden, sondern auch der Gehsteigbereich bei Bushaltestellen entlang der Liegenschaftsgrenze. Gehsteiglose Straßen entlang der Grundgrenze müssen auf einen Meter Breite geräumt und bestreut werden. Bei unverbauten land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen besteht keine Räumpflicht.

Im Sinne der Umwelt gilt das Salzstreuverbot auch für Privatpersonen und Hausverwaltungen. Bei extremen Wetterlagen kann der Magistrat das Verbot jedoch für begrenzte Zeit aufheben.

Was ist im Winter zu beachten?

Schnee

Bei der Räumung privater Parkplätze darf der Schnee nicht auf die Straße „entsorgt“ werden. Das gilt auch bei extremem Schneefall. Und: Wenn ein städtischer Schneepflug Schnee auf einen bereits geräumten Gehsteig schiebt, muss der Gehsteig neuerlich geräumt werden (Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes). Schneewechten und Eiszapfen auf Dächern zur Straße hin müssen schnellstmöglich entfernt werden. Gefährdete Bereiche sind abzusperren.

Splitt

Ist der Weg nach der Räumung rutschig oder eisig, muss Splitt gestreut werden. Vorsorgliches Streuen vor dem Schneefall ist nicht sinnvoll. Ist im Frühling kein Schneefall mehr zu erwarten, muss der Splitt wieder eingekehrt werden. Kleinere Hausmengen können über den Restmüll entsorgt werden, größere Mengen, etwa von Wohnsiedlungen, übernimmt der Recyclinghof. Die Entsorgung des Splitts auf die Straße oder in den Kanal ist nicht erlaubt.

Salz

Aus Gründen des Umweltschutzes gilt in der ganzen Stadt ein grundsätzliches Verbot der Streuung von Salz oder anderen Auftaumitteln. Nur auf Hauptstraßen mit Obus-Linien darf Salz bzw. Sole eingesetzt werden.

(Quelle: SALZBURG24)

Der Schnee ist im Anmarsch

 THEMENBILD  SALZBURG WETTER  WINTER  SCHNEE =.jpg APA/BARBARA GINDL
Der Schnee fällt bis ins Tal. (SYMBOLBILD)

Gestern begann der meteorologische Winter und gleich zu Beginn kündigt sich eine ordentliche Menge Neuschnee an. Vom Süden herauf kündigt erreicht der Schneefall am Donnerstag Salzburg.

Mit dem heutigen Tag beginnt für die Meteorologen der Winter, der Auftakt in die kälteste Jahreszeit fällt standesgemäß und ziemlich turbulent aus.

Schneefall startet im Süden

Eine erste Ladung Neuschnee erreicht am Mittwoch und Donnerstag von Süden her unser Land, bis zu 30 cm sind dabei möglich.

 

Noch deutlich größere Niederschlagsmengen kündigen sich dann nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale ab Freitag im Westen und vor allem im Südwesten an, hinzu kommt ein Föhnsturm an der Alpennordseite.

Tief über Italien macht Auftakt

Den Auftakt in eine ausgesprochene erste Winterwoche macht bereits am Mittwoch ein Tiefdruckgebiet über dem Norden Italiens. So beginnt es gegen Mittag von Osttirol bis zur Pack- und Koralpe leicht bis mäßig zu schneien, der Schneefall dauert bis zum Abend hin an. Dabei fallen meist um die 5 cm Neuschnee, im Süden Kärntens sind auch bis zu 10 cm möglich. Nach einer kurzen Pause setzt bereits in der Nacht auf Donnerstag von Süden her kräftiger Schneefall ein. Dann liegt der Schwerpunkt zunächst südlich der Linie Brenner-Packsattel, verlagert sich am Donnerstagnachmittag aber in den Osten und Nordosten Österreichs.

Schnee fällt bis in tiefe Lagen

Der Schnee fällt bis in tiefe Lagen und so sind von Osttirol bis ins Obere Murtal und der Koralpenregion verbreitet 10-20 cm, nach Süden zu (Karnische Alpen + Karawanken) auch lokal 25-30 cm zu erwarten. Von Graz über das Mürztal und dem Wechsel/Semmering sind 5 bis 10 cm zu erwarten. Richtung Burgenland und Wiener Becken bzw. Wien sind die Niederschlagsmengen sehr gering, hier bildet sich höchstens eine dünne Schneedecke. Besonders vom Südburgenland über den Seewinkel bis ins Weinviertel kann es dagegen durch die mildere Luft in der Höhe zu gefrierendem Regen kommen!

Am Freitag gerät Österreich auf die Vorderseite eines neuen Tiefs namens VIRPY über Nordwesteuropa in eine stürmische Südströmung. Am Tiroler Alpenhauptkamm sowie in Osttirol und Oberkärnten setzt Freitagnachmittag Schneefall ein, der sich sukzessive verstärkt und ab dem Abend intensiv ausfällt.

Aus Schneefall wird Starkregen

In der Nacht auf Samstag und am Samstag selbst gibt es dann am Tiroler Alpenhauptkamm und in den Tauerntälern Salzburgs, besonders aber in Osttirol und Oberkärnten große Niederschlagsmengen, die in Lagen über 1000-1200 m durchwegs als Schnee fallen. Durch die Zufuhr milderer Luft in der Höhe kann am Samstag tagsüber in den Tallagen unter 1000 m der Starkschneefall in Starkregen übergehen.

Aus heutiger Sicht reichen die Niederschlagsintensitäten aber aus, dass es selbst bis ins Lienzer Becken und ins Drautal hinab bei nassem Schneefall bleibt. Durch eine aus Westen übergreifende Kaltfront kündigt sich auch in Vorarlberg und dem übrigen Nordtirol anhaltender Schneefall an, hier schneit es durch deutlich kältere Luft bis ins Rhein- und Inntal hinab.

Regen und Schnee auch am Sonntag

Am Sonntag regnet und schneit es von Vorarlberg bis Kärnten weiter, besonders im Südwesten auch intensiv. Die Schneefallgrenze pendelt dabei zwischen den meisten Tälern im Westen und teils 1300 m im Süden. Besonders dort, wo die Niederschlagsintensität aber hoch genug ist (Osttirol und Oberkärnten) schneit es aus heutiger Sicht weiterhin bis in viele Täler. Im Laufe des Tages lassen Regen und Schneefall langsam nach und klingen in den Abendstunden ab.

Zwei Meter Neuschnee in den Bergen

Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend sind in Osttirol und Oberkärnten (westlich von Hermagor und Spittal an der Drau) 150-200 mm Niederschlag zu erwarten, punktuell gibt es auch bis zu 250 mm. Somit sind auf den Bergen über 2 Meter Neuschnee zu erwarten, inklusive stark ansteigender Lawinengefahr. In den Tälern handelt es sich um nassen Schnee von bis zu 1 m, somit steigt die Gefahr von Schneebruch an. Dort wo der Schneefall in Regen übergeht, sind lokale Vermurungen und Überschwemmungen zu befürchten.

Aufgerufen am 22.09.2021 um 01:25 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/winterdienst-in-mozartstadt-fuehlt-sich-geruestet-96446014

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