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Women Day: Was Frauen wirklich wollen

Was Frauen wirklich wollen, darauf macht am Woman Day Landesrätin Andreas Klambauer (NEOS) aufmerksam. Bilderbox
Was Frauen wirklich wollen, darauf macht am Woman Day Landesrätin Andreas Klambauer (NEOS) aufmerksam.

Der Women Day bedeutet nicht nur, dass Frauen heute, am 4. Oktober, kostengünstiger einkaufen können, sondern er bietet auch die Chance, über die wahren Bedürfnisse von Frauen nachzudenken und Maßnahmen zu setzen. „Der Woman Day ist als großes Shoppingevent für Frauen bekannt, von dem gerade Modehäuser oder Parfumerien profitieren. Aber man soll an diesem Tag nicht nur an die Prozente auf Parfums denken, sondern sich auch Gedanken machen, was Frauen wirklich brauchen“, so Landesrätin Andrea Klambauer.

Nach wie vor sind Frauen in vielen Bereichen hinten: So beträgt die Durchschnittspension der Frauen in Salzburg 950 Euro und jene der Männer 1.608 Euro.

Frauen verdienen 21 Prozent weniger

Frauen verdienen für die gleiche Arbeit in Österreich immer noch 21 Prozent weniger als Männer, in der EU liegt dieser Unterschied bei durchschnittlich 16,3 Prozent. Die Kinderbetreuung in institutionellen Betreuungseinrichtungen liegt mit 97,6 Prozent immer noch in den Händen von Frauen, die Vereinbarkeit Familie und Berufsleben ist nach wie vor nicht gegeben, typische Frauenberufe sind schlechter bezahlt und die Aufsichtsräte großteils männlich besetzt.

Jeder einzelne kann Beitrag leisten

„Es gibt also eine Menge zu tun und es bedarf hier struktureller Veränderungen, die eine Gleichstellung von Männern und Frauen herbeiführen, das heißt eine stärkere Einbindung von Männern in den Haushalt und die Familienarbeit, eine vermehrte Beteiligung beispielsweise an der Karenz, die Frauen noch immer 25-mal länger übernehmen als Männer. Jeder einzelne kann einen Beitrag zu einer Gleichberechtigung im Alltag leisten“, so Klambauer.

Zudem sei Gleichstellung auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant. Zum einen individuell, weil Frauen finanziell unabhängig werden und eine eigene Alterspension aufbauen, zum anderen volkswirtschaftlich, weil die Zahl der Arbeitsplätze ansteigt und der Fachkräftemangel reduziert werden.

„Wir brauchen hier jedoch keine ideologischen Diskussionen, sondern Maßnahmen, die Menschen konkret nützen: Infrastruktur, Kinderbetreuungsausbau, neue Arbeits- und innovative Führungsmodelle“, ist Klambauer überzeugt.

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