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Weltweite Müll-Sammelaktion

Freiwillige treffen sich zu Herbstputz am Gaisberg

Wasserrettung reinigt Zeller See am World Clean Up Day

Über 130 freiwillige Helfer haben sich am Samstagvormittag zusammengefunden, um gemeinsam bei der jährlichen Müllsammelaktion „Gaisberg Clean Up“ entlang der Straßen und Wanderwege aufzuräumen. Auch in Zell am See (Pinzgau) war man am World Clean Up Day fleißig: Die Wasserrettung reinigte den Zeller See.

Zum dritten Mal wurde dieses Wochenende unter dem Motto „Wenn‘s dreckig ist, räumen wir zusammen!“ Salzburgs Hausberg vom Abfall befreit. Ausgestattet mit Plastiksäcken ging es von Aigen aus aufwärts Richtung Kohlmayr‘s Gaisbergspitz, wo nach dem Müllklauben bei Gulaschsuppe, Bier und Musik noch gemeinsam die Mittagssonne am Berg genossen wurde. Zirka 60 volle Müllsäcke, vier Autoreifen und etwas Altmetall kamen bei der Sammelaktion zusammen.

Gaisberg Clean Up soll Bewusstsein schaffen

Veranstaltet wird das jährliche Clean Up vom Trachten- und Traditions-Unternehmen Wildschütz, den Naturfreunden Salzburg und Kohlmayr’s Gaisbergspitz. Wieso genau dem Gaisberg die Ehre des Großputzes zuteilwird und keinem anderen Berg, begründet Lorenz Forstenlechner von Wildschütz im Gespräch mit SALZBURG24 mit der Stellung des Berges als Naherholungsgebiet Salzburgs: „Der Gaisberg wird viel besucht und ist stark befahren, dementsprechend bleibt da auch viel Müll liegen.“ Außerdem stehe der Gaisberg beispielhaft für Berge und Natur insgesamt, mit der Clean Up-Aktion wolle man mehr Bewusstsein schaffen.

Wasserrettung Zell am See reinigt See

Ebenfalls fleißig war am World Clean Up Day die Wasserrettung Zell am See. Gemeinsam mit Tauchclubs, Segelvereinen, Fischern, Geocachern, Feuerwehren und Mitarbeitern des Wirtschaftshofes führte sie die alljährliche Seereinigung durch. Mit Kartoffelsäcken wurde unter Wasser Müll eingesammelt.

Abfalleimer aus Zeller See geborgen

Zwar taucht die Wasserrettung auch unterm Jahr schon im See entsorgten Abfall auf, einen Großputz wie diesen gibt es aber nur im Herbst. Dabei fördern die Taucher nicht nur einzelne Abfallstücke, sondern sogar ganze Mülleimer zutage. „Auch wenn wir immer wieder Müll aus dem See holen, der subjektive Eindruck zeigt, dass abgesehen von „besoffenen Gschichten“ wie Parkbänken oder Mistkübeln, oder „Sturmschäden“ wie die Liegen, weniger im See entsorgt wird. Großmüll findet man in den letzten Jahren immer weniger“, so Obmann-Stv. der Wasserrettung Zell am See, Michael Kling, in einer Aussendung.

Immer weniger Müll an Wanderwegen

Diesen Eindruck hat auch Forstenlechner, zumindest wenn es um die Wanderwege am Gaisberg geht. Dort bleibe immer weniger Abfall liegen. „Da ist mittlerweile sicher ein besseres Verständnis da“, meint er. An den Straßen halte sich die Müll-Menge aber noch relativ konstant, so der Hauptorganisator der Clean Up-Wanderung. Auch nächstes Jahr soll deshalb wieder ein gemeinschaftlicher Putz organisiert werden, um dem Littering-Problem am Salzburger Hausberg entgegenzutreten.

(Quelle: SALZBURG24)

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