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Zentralküche

Stadt Salzburg will Schulessen vereinheitlichen

Auinger Stadt Salzburg / K. Schupfer
Im Bild (v.l.): Helmut Söllinger, Chefkoch im Bildungscampus Gnigl, und Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger.

In einer großen Zentralküche sollen künftig alle Schulessen in der Stadt Salzburg zubereitet werden. Das schlägt Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Auinger (SPÖ) vor. Ein möglicher Standort und die Kosten des Projekts müssten aber erst erhoben werden.

Salzburg

Es geht um die Verpflegung in den 35 städtischen Schulen sowie 36 Kinderbetreuungseinrichtungen. Insgesamt besuchen aktuell rund 10.400 Kinder und Jugendliche die Bildungsstätten der Stadt. Sie werden von ca. 1.300 Pädagoginnen und Pädagogen betreut. Sowohl in den Kinderbetreuungseinrichtungen als auch in den Schulen mit Tagesbetreuung besteht eine gesetzliche Verpflichtung, die Kinder auch mittags zu verpflegen.

18 Kleinküchen für die Stadt Salzburg

Jause und Mittagessen gibt es derzeit durch 18 Klein-Produktionsküchen für 35 städtische Kinderbetreuungseinrichtungen. Vier der Küchen versorgen zudem die am Standort befindlichen Schulen mit Tagesbetreuung (Abfalter, Josefiau, Parsch, Taxham). Eine eigene Produktionsküche gibt es im Bildungscampus Gnigl. In Summe werden täglich rund 2.500 Essensportionen zubereitet, warm gehalten und zum Teil an Verteilerküchen ausgeliefert. Die Palette reicht von 30 Portionen nur für den eigenen Betrieb bis hin zu 200 Portionen warm angeliefert für insgesamt vier Betriebe.

An derzeit 31 Schulstandorten werden aktuell 2.710 Schülerinnen und Schüler ganztägig betreut und mit einem Mittagessen versorgt. An 23 Standorten erfolgt das durch Produkte der Firma Gourmet, die einmal pro Woche geliefert und dann vor Ort aufbereitet werden. Wegen räumlicher Probleme werden die Kinder der VS Itzling im nahegelegenen Seniorenwohnhaus mitbekocht. Jene der VS Lehen 2 werden im Foyer der TriBühne durch das Kulinarium versorgt.

Auinger für große Zentralküche

"Die derzeitige Situation in der Stadt Salzburg entspricht auf Sicht nicht mehr den nötigen Hygiene- und Qualitätsanforderungen", kritisiert der ressortzuständige Vizebürgermeister. Da vor allem Schülerinnen und Schüler in einem Zeitraum zwischen 11.30 und 13.30 Uhr zum Mittagessen kommen könnten, sei auch eine Warmanlieferung des Essens nicht zielführend. Denn: Gerade die Warmhaltezeit habe entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Speisen, argumentiert er. Ideal sei bis zu einer halbe Stunde, aus gesundheitlich-hygienischen Gründen erlaubt sind den HACCP-Richtlinien zufolge maximal drei Stunden.

Eine Zubereitungsküche vor Ort sei laut Auinger aber erst ab mindestens 500 Portionen pro Tag wirtschaftlich sinnvoll. Deshalb präferiert er eine Zentralküche plus Regenerierküchen an den einzelnen Bildungsstandorten. Als Beispielprojekt sieht Auinger die Küche der Salzburger Landeskliniken. Dort wurden 6,47 Millionen Euro investiert (Größe 2.400 Quadratmeter), um eine moderne System-Küche mit rund 4.000 Essensportionen pro Tag zu realisieren.

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